Politik und mehr

Heute mal eine nicht allzu schöne Seite von Venezuela und der Grund warum, ich die Universität von Baquisime

to erst einmal gesehen habe.
Der amtierende Präsident regiert Venezuela in einer Art Diktatur. Normalerweise kann ein Präsident in Venezuela nur einmal gewählt werden. Allerdings ist Chavez (der Präsident) dabei dieses Gesetz abzuschaffen und ebnet sich damit den Weg als ewiger Präsident.

In einem Fernsehinterview hörte ich folgenden Satz: „Wer nicht hinter mir steht und mich unterstützt, soll das Land verlassen“. Ein ziemlich harter Satz für einen Präsidenten und man kann dich seine Absicht darin recht leicht erkennen.

Ich verstehe die Unstimmigkeiten in der Bevölkerung, denn überall wo man hinkommt hört man keine positiven Dinge über ihn. Viele der Personen kommen seinem Aufruf nach und verlassen das Land für immer.
Meiner Meinung nach eine sehr harte Entscheidung, den machen geht es hier richtig gut. Sie betreiben ein florierendes Gewerbe und haben ihre gesamte Vergangenheit in Venezuela verbracht.
Viele sind darüber nicht glücklich, gehen aber weil sie es nicht mehr aushalten unter den vielen Verboten, Versprechungen und leeren Äußerungen zu Leben.

So kamen auch die Umstände und Aufstände an einer der hiesigen Universitäten zustande.
Die Universität an der AIESEC vertreten ist, ist die zweit beste Uni im Land. An ihr kann man hauptsächlich Ingenieurswissenschaften studieren und das in allen Fachrichtungen. (Mathe, Chemie, Physik, etc.)

Die Regierung will diese Universität schließen, da sie den Studenten das freie Denken untersagen will. Die Studenten finden das natürlich nicht so toll und wehren sich dagegen. Und das vehement mit Protesten, Aufständen und Demonstrationen. Kann man auch verstehen.

In der vergangenen Woche wurde in der Uni ein neuer Studienrat gewählt. Dabei gab es zwei Seiten. Die Eine, die gegen die Regierung und deren Pläne mit der Uni sind. Die Andere, die mit Chavez sympathisiert und sein Handeln unterstützt. Da man bei dieser Wahl leider nicht wusste, wie die Chancen stehen, war alles sehr ungewiss und es passierte viel zu viel. Es gab Aufstände mit brennenden Reifen, Schließung der Vorlesung und Professoren, die erst gar nicht kamen.
So steigerte sich das von Tag zu Tag und man sagte mir, dass ich doch lieber fern bleiben sollte auch wenn die AIESECer mir gerne das Büro und die Uni zeigen wollten.
Aber für einen, der nicht aussieht, als wäre er ein Einheimischer und dazu auch noch kein Spanisch spricht, wird es nicht so einfach haben.

So kam es, dass ich die meiste Zeit Zuhause war und und von hier etwas gemacht habe.
Inzwischen sind die Wahlen vorbei und auch richtig ausgegangen. Die nicht regierungsnache Partei hat gewonnen. Ich habe die Uni gesehen und es sieht verheerend aus.

Ich werde wohl auch in der nächsten Zeit wohl kaum ein Fuß in diese Gegend setzen. Die Aufstände sind zwar vorbei aber sicher ist es immer noch nicht.

Um euch zu beruhigen, ich bin am Leben und mir geht es prächtig. Ich wollte euch nur mal über ein paar andere und aktuelle Seiten informieren.

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