Wandertour am Königssee – Schneibstein und Seeleinsee
Der Königssee im Berchtesgadener Land ist eine faszinierende Gegend – nicht nur wegen seiner Geschichte. Der Watzmann liegt direkt ums Eck und der See beeindruckt durch seine Abgelegenheit. Auch wenn man mal auf einem 2.000 stehen möchte ist man hier richtig. Gegenüber des Sees liegt der Schneibstein, laut Wanderführer der am leichtesten zu besteigende 2.000er der Alpen.
Es war Sonntag, nicht mehr allzu früh und wir wollten irgendwo runter schauen. Also ab ins Auto und zum Königssee, denn der Schneibstein ist ja anscheinend so einfach zu besteigen. Und ja, es stimmt.
Der Parkplatz am Königssee ist wie immer überfüllt und man muss eine ganze Weile nach Münzen suchen um sich einen Parkschein zu besorgen. Laut Wanderführer, ist es am einfachsten den Schneibstein von der Jenner Bergstation aus zu besteigen – da es schon recht spät ist, entscheiden auch wir uns für diese Variante. 15€ kostet die Bergfahrt pro Person. Extrem teuer aber man fährt immerhin mit einer der gefühlt ältesten Gondeln der Alpen.
Von der Jenner Bergstation geht es über schmale Pfade und Schotterwege ich Richtung Gipfel. Im oberen Drittel vor dem Gipfel wird es dann allerdings steinig und felsig. Wenn es Nass ist , sollte man auf diesem Weg aufpassen. Auf dem Gipfel wartet eine weite Aussicht bis hin zum Gletscher “Übergossene Alm” aber auch jede Menge Wanderer. Der Schneibstein ist eben doch der am einfachsten zu besteigende 2.000er der Alpen.
Es ist nicht immer einfach und vor allem nicht spannend den gleichen Weg zurück zu nehmen, wie man hoch gekommen ist. Daher entschieden auch wir uns über den Seeleinsee wieder zurück nach Königssee zu laufen. 50 Meter hinter dem Gipfel waren wir auch schon alleine und die Bergruhe kehrte ein. Der nicht vorhandene Trubel gefiel nicht nur uns sondern auch einer ganzen Herde Steinböcke, die den Sonntag Nachmittag faul am Hang genossen. Ziemlich beeindruckend diese Tiere, vor allem da man sie nur sehr selten sieht.
Der Weg führte uns über weiteres Geröll bis hin zum sehr abgelegenen Seeleinsee – kalt aber man kann drin baden. Von nun an hieß es Berg ab laufen, was wir auch fleißig über Stock und Stein taten um unserem Ziel und dem verdienten Abendessen entgegen zu kommen.
Insgesamt ist es eine tolle Strecke auch wenn man 3/4 nur Bergab läuft. Die genauen Details könnt ihr euch auf der folgenden Karte und den beigefügten Bildern anschauen.