bezahlte Blogger – Finnwaa

Gerade habe ich bei ibusiness gelesen, dass der SEM-Spezialist Finnwaa sein Angebot erweitert und ab jetzt bezahlte Blogeinträge im Zusammenhang mit Onlinekampagnen anbietet. Dabei werden Blogger für Artikel bezahlt, die sie zu einem bestimmten Unternehmen oder einer bestimmten Kampagne schreiben.

Für mich ist das ein ganz interesanter Ansatz, da dieses Thema einen starken Bezug zu meiner Bachelorarbeit hat, in der es darum ging “User Generated Content” (UGC) als Kommunikationskanal einzusetzen. Über meine Arbeit kann ich an dieser Stelle leider noch nicht so viel schreiben, da sie noch nicht benotet und es mir daher untersagt ist, etwas zu veröffentlichen. Ich werde das aber nachholen.

Meiner Meinung nach sind bezahlte Inhalte sehr grenzwertig einzustufen. Wenn ein sehr bekannter und glaubwürdiger Blogger über ein Thema schreibt und dafür bezahlt wird, könnte er von seiner Glaubwürdigkeit einbüßen.

“Schließlich gelten Blogger längst als Meinungsmacher – ähnlich den Journalisten.” Andreas Hörcher (Geschäftsführer von Finnwaa)

Journalisten werden in der Regel als unabhängig angesehen, sie berichten neutral und mit einem kritischen Blick. Dies wird Bloggern im Zusammenhang mit dieser Aussage ebenfalls nachgesagt. Wenn sie nun für Artikel bezahlt werden, verlieren sie diesen Status. Wie kann man daher sicher gehen, dass ein Blogger weiterhin unabhängig und kritisch berichten wird, wenn er sich für verschiedene Berichte bezahlen lässt?

Gibt es also eine Möglichkeit mit bezahlten Blogartikeln Reichweite zu schaffen, ohne dass der Blogger seine Leser vergrault und diese für einen nachfolgenden Artikel nicht mehr zur Verfügung stehen? Wann soll man dann noch erkennen können, was ernst gemeint und was gelauft ist? Wo wird das in Zukunft hinführen, wenn die Artikel eingeluaft werden können und das in Zukunft häufiger passiert? Lohnt es scih dann überhaupt noch Blogs zu lesen und werde diese dann an Bedeutung verlieren?

Ich denke es ist keine gute Alternative, Blogger für Berichet zu bezahlen. Man sollte sie eher auf ein Produkt aufmerksam machen und sie in die Kampagne einbeziehen. Sie werden dann aus ihrer Sichtweise berichten. Dies passiert glaubwürdiger und ehrlicher. Die einzige Alternative, die ich mir vorstellen könnte wäre, dass der Blogger einen bezahlten Artikel kennzeichnet und dadurch seinen Blog als Werbeplattform anbietet. Seine Beitragsfläche im Prinzip als eine Art Advertorial verkauft. Ansonsten ist es schwer, eine glaubwürdige Botschaft zu kommunizieren.

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