International Development Congress – Nigeria wir kommen
In Nigeria findet nächste Woche der „International Development Congress“ statt. Eine internationale AIESEC Konferenz bei der es um die Entwicklung der Development Traineeships geht. Wir werden dort neue Ziele für das AIESEC Development Programm erarbeiten und alles mit Teilnehmer aus der ganzen Welt diskutieren.
Bis es aber so weit war, dass wir dort auch wirklich hinfahren konnten hat es nun fast einen Monat gedauert und bis kurz vor Abflug war nicht sicher ob es überhaupt etwas werden würde.
Zu allererst musste einmal die Apllication Form nach Nigeria geschickt werden, dass wir überhaupt eingeladen werden. Das Prozedere war noch recht einfach zu handhaben. Viel schwieriger war es danach den geeigneten Weg für die Reise zu finden. Sollen wir per Bus durch Togo und Benin fahren oder doch lieber per Flieger direkt nach Lagos. Eine Entscheidung die nicht ganz einfach zutreffen war, da sie mit viel Geld zusammenhängt. Der Bus ist generell billiger aber keiner konnte uns genau sagen was die Vorrausetzungen für die Visa der verschiedenen Länder sind, die wir passieren müssen. Eine Information die in Ghana anscheinend jeden Überfordert und wir auch die ersten sind, die diese Reise überhaupt unternehmen. (Zumindest als Europäer, Ghanaer brauchen kein Visa). Nach langem hin und her haben wir es schließlich geschafft einen Teil des Fluges gesponsert zu bekommen und so wurde alles für uns recht erschwinglich. Die Entscheidung viel ebenfalls sehr schnell und nun fliegen wir am Sonntag nach Lagos.
Das Visa zu bekommen war ein weiteres Problem. Nigeria verweigert gerne den Europäern ein Visa in ihr Land, da es andersrum genauso ist. Aus Europäischer Sicht ist es allerdings gerechtfertigt, da einige Nigerianer mit gefälschten oder unechten Dokumenten versuchen in ein anderes Land zu reisen. Aus Rache wird das dann den Europäern ebenfalls versagt. Das Ganze hat Sonja zu spüren bekommen, sie sitzt bei Schnee- und Regenschauer in Hamburg und wartet immer noch. Sie werden wir leider nicht mehr auf der Konferenz treffen. Unser Visaantrag ging dann wohl auch nur so schnell über die Bühne, da der Konsulat „für seine alles tut“. Er war die letzten fünf Jahre in Deutschland stationiert. Glück für uns.
Nun geht es also am Sonntag für eine Woche in ein Land, das allgemein als sehr gefährlich gilt. Wir sind ganz gespannt was uns in Nigeria erwartet und was alles auf der Konferenz passieren wird. Ein ausführlicher Bericht folgt dann in zwei Wochen.
