Informationsüberfluss
Inzwischen ist man auf so vielen Netzwerken aktiv, liest und hört mehrere Medien gleichzeitig und spricht zusätzlich noch mit Personen, dass man an einer regelrechten Informationsflut zu ersticken droht.
Informationen werden registriert und sind ein paar Sekunden später schon wieder vergessen, da neue Eindrücke auf einen niederprasseln. Kein Wunder, dass man sich bei solch einer Flut nicht alles merken kann.
Mir ging es gestern mal wieder so, dass ich von einem Buch über Social Media Marketing gelesen hatte aber nicht sicher war, wo genau der Artikel stand. War es jetzt Twitter, Facebook oder doch eine Empfehlung von Bekannten? – ich hab keine Ahnung und finde es auch nicht mehr.
Was tun an dieser Stelle? Jeden Link und jede Empfehlung speichern um irgendwann mal wieder darauf zugreifen zu können bzw. es als noch nicht gelesen vormerken und es dann doch nie wieder aufrufen?
Es gibt jede Menge Tools um dies zu tun. Ich selbst nutze Delicious und schaue auch ab und zu mal wieder in meine gespeicherten Seiten (einmal im Monat vllt.). Ich habe den Eindruck, dass dabei eher eine Sammelleidenschaft für (un)interessante Artikel auftritt, als dass Wissen langfristig in den grauen Zellen abgelegt wird.
Wie soll man das nun vermeiden? Selektiver Informationen aufnehmen? Personen, die Interessante und auch relevante Dinge verbreiten, einfach nicht mehr folgen und ihre Mitteilungen nicht mehr lesen? Früher, so scheint es, war alles viel einfacher. Man lebte in einer Welt die nur aus einem engen Kreis von Menschen bestand. Abends wurde die Tagessschau gesehen um sich über das Weltgeschehen zu informieren. Alles Andere blieb dabei auf der Strecke – was in dem Moment auch nicht schlimm war, da man dessen Existenz nicht kannte.
Ich stelle mir aber weiterhin die Frage, wie man die tägliche Informationsflut bewältigen und die für mich wichtigsten Dinge herausfiltern kann. Eine wirkliche Lösung habe ich im Moment nicht parat bin aber für Anregungen jederzeit offen.
Eine Möglichkeit gibt es dann aber doch noch, die zwar eher zeitintensiv und nicht täglich stattfinden kann, aber dafür viel effektiver ist – man trifft sich mit einer kleinen Gruppe Menschen und spricht über die relevantesten Themen. Wie das aussehen kann, gibt’s im nächsten Post.
Update: @BenjaminBuhl schrieb gerade auf Twitter “»Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß.« (via @nurZitate)” – Immerhin eine Möglichkeit meine Sammelwut intelligent einzusetzen.
Ist vermutlich eines dieser beiden Bücher:
Social Media Relations
http://www.amazon.de/Social-Media-Relations-PR-Strategien-%C3%96ffentlichkeitsarbeit/dp/3898646947/ref=sr_1_fkmr1_1?ie=UTF8&qid=1278618914&sr=8-1-fkmr1
oder Social Media Marketing
http://www.amazon.de/Social-Media-Marketing-Strategien-Facebook/dp/3897219697/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1277364169&sr=8-1
über diese beiden wird in den letzten Tagen immer wieder berichtet.
Tja das Problem mit dem Informationsüberfluss kenn ich ebenfalls. Blogpostings kann man ja super über einen Reeder markieren, taggen, suchen und wiederfinden aber bei FB Statusupdates und Twitterpostings wirds sehr schwer. Ich persönlich tagge sehr viel bei Bookmarks die ich dann immer wieder durchforste und bei Twitter ist Faven mein Lesezeichen.
Vielen Dank, Thomas.
Das Buch, dass ich eigentlich gesucht hatte ist das hier: http://amzn.to/cUh3X2 “Social Media Relations” von @jodeleit