Das beste Essen gibt es Zuhause!
Als ich nach der Schule auszog um die Welt zu erkunden hatte ich schon Befürchtungen, ich würde nie wieder etwas Gutes zu essen bekommen. Ganz so schlimm war es nicht und sollte es ach nicht werden, da mir meine Mutter ein kleines Kochbuch mit ihren besten Rezepten mit auf den Weg gab.
Dieses Buch machte inzwischen eine halbe Weltreise, diente als Gästebuch und sieht inzwischen sehr mitgenommen aus. Dafür sind jetzt Rezepte aus den diversen Ländern dieser Welt vorhanden. Ghana, Venezuela und Brasilien, Schweiz, Österreich oder China – aus jeder Ecke ist etwas dabei.
Warum ich das Ganze aber schreibe hat einen anderen Hintergrund:
Mein kleiner Bruder befindet sich gerade im letzten Ausbildungsjahr zum Koch. Wenn er fertig ist, wollte ich ihm das Kochbuch meiner Mutter übergeben, da er es sicher besser einsetzen kann las ich. Um die restlichen Seiten zu füllen und noch weitere kulinarische Highlights hinzuzufügen brauche ich euch:
Es wäre grandios, wenn ihr mir ein Rezept eures Lieblingsessens schicken könnt. Ganz egal ob Vorspeise, Hauptgericht oder Nachtisch – Hauptsache lecker.
Schreibt eure Rezepte in die Kommentare oder schickt mit per Facebook oder Mail eine Nachricht. Jeder Beitrag hilft. Alle Rezepte werden anschließend zusammengefasst, damit auch ihr davon profitieren könnt.
Und jetzt bin ich gespannt, was ihr am liebsten auf dem Teller habt.
Mein Lieblingsessen: Birnen, Bohnen und Speck
Zutaten für 4 Personen:
4 große, feste grüne Birnen
4 dicke, durchwachsene Scheiben Speck
500g grüne Bohnen
8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
Zubereitung:
Die Birnen waschen (die Stiele können ruhig dran bleiben), in einen Topf mit etwas Wasser geben, dann den Speck darauf legen. Etwa 15 min. garen, dann die grünen Bohnen darauf legen und fertig dünsten, bis die Birnen weich und die Bohnen knackig sind. Parallel die gewaschenen Kartoffeln kochen. Die Birnen mit dem Speck, den Bohnen und jeweils zwei Kartoffeln in einem tiefen Teller mit etwas von dem Sud servieren. Schmecken lassen!
Grüße,
Alexander
Die Idee find ich super, besser als das Foto ;) .Ich glaub aber nicht dass ich da vor dem Herbst dazu komme. Vielleicht erinnerst du mich nochmal, dann frag ich meine Oma auch nach dem Rezept für ihre Fasnetkiechle!
pflichte dem letzen kommentar bei – das was da auf dem teller liegt, hätte ich nicht veröffentlicht
die idee ist allerdings eine sehr gute….. sammele selbst rezepte, aber nicht diese allerweltsrezepte von sogenannten möchtegernichkannalleskochen köche sondern die rezepte aus mutters omas und uromas schatzschatulle
es gibt hier in franken eine kleine fast unbekannte tradition: in kleinen ortschaften kann man oft ein kleines kochbuch erwerben, in dem die dorfbewohner ihre großmutterrezepte verewigen…. das ist die wahre traditionelle küche….
bei bedarf gebe ich gerne eine kleine kostprobe
liebe grü0ße vom barmann56
Hallo Barmann56, ich stimme dir zu, dass es sicher interessanter ist, die Rezepte der “älteren” Generationen zu sammeln. Das war eigentlich auch meine Absicht. Allerdings bin ich der Ansicht, dass die Mütter ihren Kindern Rezepte weitergeben, die sie wiederum von ihren Müttern bekommen haben. So schließt sich der Kreis und am Ende kommen wir beide auf das selbe Ergebnis, oder?
Ich freu mich aber, wenn du eines deiner Rezepte beisteuern würdest :)
Mein Lieblingsrezept ist übrigens “Erdbeerspeise” (Die wurde von schon bei meiner Oma sehr lecker.)
Zutaten:
- Zwieback
- Erdbeeren
- Milch
- Vanillesoße
Zwieback in Milch einweichen bis sie leicht weich sind.
In einer Lasagne-Form auslegen. Erdbeeren darüber schnippeln (kleine Scheiben).
Nächste Schicht Zwieback darüber und wieder Erdbeeren drauf. Das Ganze so oft wiederholen bis die Form voll ist.
Am Ende die Vanillesoße über alles gießen und min. 2 Stunden ziehen lassen.
Die Erdbeerspeise kann als Nachtisch oder auch als Hauptgericht gegessen werden.
Hallo Benjamin,
falls du mit deinem Buch noch nicht fertig bist, kann ich was beisteuern. Es ist Franks absolutes Lieblingsrezept.
“Kässpätzle”
Pro Person benötigt man 1Ei (bei kleinen Mengen, d.h. bei zwei Personen nehme ich allerdings 3 Eier, sonst sieht es mickrig aus), außerdem Salz, ein Schuss Mineralwasser und Mehl.
- Eier, Salz und Mineralwasser mit einem Kochlöffel (möglichst mit Loch) verrühren, Mehl nach und nach unterarbeiten bis der Teig Blasen wirft und schwer reißend vom Löffel fällt.
Den Teig portionsweise mit dem Spatzenhobel, der Spatzenpresse oder vom Brett in kochendes Salzwasser schaben bzw. pressen, einmal aufkochen lasse, mit dem Schaumlöffel die fertigen Spätzle herausnehmen, im Sieb abtropfen lassen. So verfahren bis der gesamte Teig verbraucht ist.
Eine entsprechend große Schüssel oder Auflaufform buttern.
Ca. 20 gr. Butter schmelzen, geriebener Käse (Bergkäse oder Emmentaler eignen sich am besten) vorbereiten.
Abwechselnd Spätzle und Käse in die Form schichten, über die Spätzle jeweils von der zerlassenen Butter träufeln, die letzte Schicht sollte Käse sein.
Zwiebeln (Menge nach Lust und Vorrat) in dünne Ringe schneiden, anbraten, über die Kässpätzle geben, nochmals Käse darüberstreuen.
Das ganze im Bachofen bei Mittelhitze überbacken (geht auch in der Mikrowelle).
O.K., ich kenne Leute, die würden NIEMALS Butter über die Kässpätzle geben, das sind die Kalorienfreaks. Ich habe diese Version am Herd einer schwäbischen Familie gelernt, in deren Haushalt ich eine alte Tante gepflegt habe. Bisher war das das beste Rezept und du kannst mir glauben, als langjährige Bewohnerin Oberschwabens kenne ich die unterschiedlichsten Variationen.
Herzliche Grüße, Thekla