Fazit - CEED in Venezuela
Nach zwei Wochen bin ich wieder im Alltag und habe das Erlebnis in Venzuela schon fast vergessen….. Nein, so schlimm ist es nicht.
Zwei Wochen sind seit meinem Abschied in Barquisimeto vergangen und ich hatte inzwischen Zeit das Erlebte zu verarbeiten und zu realisieren, was überhaupt alles passiert ist.
Ich möchte euch hier ein Resümee meines CEEDs in Venezuela geben.
Ein CEED ist ein interkulturelles Austauschprogramm, dass man in der Studentenorganisation AIESEC machen kann. Dabei fährt man in ein anderes Land, wohnt in Familien der AIESECer und arbeitet im dortigen Lokalkomitee. Dadurch bekommt man die Chance, ein Land in einer recht kurzen Zeit sehr gut kennen zu lernen.
Ich kann auch meiner jetzigen Erfahrung berichten, es funktioniert wirklich. Ich war genau 9 Wochen in Venezuela und weiß nun einiges über das Leben und das Land.
Aber zurpck zu meinen Tätigkeiten.
Ich hatte mich eigentlich beworben um den AIESECern dort bei der Öffentlichkeitsarbeit und dem Marketing zu helfen. Dieser Bereich war in Barquisiemto bis vor kurzem nur mit einer Person besetzt und er benötigte Hilfe. Durch das mein Studium in PR & Kommunikationsmanagement sah ich das als gute Chance an, mein erlerntes Wissen in der Praxis zu testen.
Doch als es soweit war, ich in Venezuela ankam, war alles ganz anders. Wir haben das komplette Lokalkomitee, das nur aus 4 Personen bestand, erst einmal komplett neu strukturiert und von Grund auf neu aufgebaut. Mit diversen Analysemethoden wurde die aktuelle Situation evaluiert und neue Ziele für das nächste halbe Jahr gesetzt, eine neue Strategie aufgestellt mit der man das Lokalkomitee voranbringen kann und ein Plan entwickelt, mit dem man neue Member werben kann.
Die Memberwerbung ging auch direkt los und wir konnten einen recht großen Erfolg verbuchen. Jetzt sind sie 25 Member und alle sind motiviert AIESEC voran zu bringen und die neuen Pläne umzusetzen.
Ich habe viel über die Mentalität und die Arbeitseinstellung der Südamerikaner gelernt. Sie arbeiten nicht so zielbewusst und strickt wie die Europäer. Ebenfalls sind Termine nur sekundär, hat meinen einen Termin um 10 kann es gut mal vorkommen, dass das endgültige Gespräch dann erst um 12 stattfindet. Was im Grunde nicht schlimm ist, denn es funktioniert trotzdem alles und alle Aufgaben werden erledigt.
So sah mein Arbeitsalltag aus. Ich saß viel vor dem PC und habe Berichte und Konzepte geschrieben. Aber das war noch lange nicht alles.
Die Landschaft und das Land musste ja schließlich erkundigt werden.
Und dazu gab es jede Menge Leute, die mir sehr gerne ihr Land gezeigt haben. Jedes Wochenende ging es an einen anderen Ort. Interessante und schöne Strände, hohe Berge und ab und zu ein kühler Wind haben das ganze recht abwechslungsreich gestaltet.
Venezuela ist ein sehr unterschiedliches Land, man liegt am Strand und 100 km entfernt gibt es Berge, die über 1000 Meter hoch sind. Diese Kontraste habe ich in so kurzer Entfernung nur in Norwegen erlebt. Und alles ist hier sehr grün. Nicht ein Grün, wie wir es aus Europa kennen, es ist sehr viel intensiver und dunkler.
Ebenso gibt es aber auch trockene und öde Ebenen, in denen man sich nicht so gerne aufhällt, da es keine schattenspendenden Plätze gibt. Denn heiß ist es überall, 25 – 38 Grad täglich. Wenn kein Wind geht ist es ziemlich unerträglich.
Das veranlasst die die Menschen auch dazu ständig eine Klimaanlage laufen zu lassen. Man kann sagen, sie sind süchtig danach. Überall wo man hinkommt wird die Luft künstlich runter gekühlt. Auch wenn es eigentlich ganz angenehm ist, werden diese Maschinen angeworfen. Und sollte es dann mal zu kalt sein, wird eben wärmere Kleidung angezogen.
Daran kann man auch erkennen welchen Lebensstiel die Venezoelaner pflegen. Sie machen sich kaum Gedanken über Umwelt und über Rohstoffe. Auch wen Venezuela ein Dritte-Welt-Land ist, ist es doch eines de reichsten der Welt. Es gibt enorme Erdölvorkommen und das Land ansich ist recht reich, nur wird das Geld nicht an die Bevölkerung weitergegeben. Das macht das Land doch wieder recht arm. Wobei das Benzin billiger ist als Wasser und daher gibt es jede Menge Autos, die sich absolut nicht nach den aktuellen Klimabestimmungen richten.
Auch in den großen Städten sieht man diesen Kontrast recht stark. Es gibt sehr reiche Viertel allerdings aber auch Stadtteile, in denen man nicht mal fließendes Wasser hat.
Wie gesagt, ein Land mt starken Kontrasten.
Die Menschen, die ich kennen gelernt habe und mit denen ich die 9 Wochen über unterwegs war, sind einfach super. Ich habe schon lange nicht mehr so offene Personen getroffen, Jeder möchte mit einem reden und interessiert sich dafür, wo man herkommt, was man macht und wie es einem in Venezuela gefällt. Ich wurde von der ersten Minute an super aufgenommen und habe viele neue Freunde gefunden.
Zum Schluss als kurze Zusammenfassung, ich kann nur jedem empfehlen, genau das Gleiche zu machen wie ich. Wenn ihr diese Chance bekommt, nehmt sie war, denn ihr werdet einiges lernen. Nicht nur für den Beruf auch fürs Leben. Ich habe einiges gelernt und Spaß gemacht hat es auch.
wie man warten lernt
Wie geschrieben, man weiß nie wirklich was passiert… Die Rückreise ist ein einziges Abenteuer oder auch Chaos?
Gestern war ich rechtzeitig am Flughafen um einchecken zu können, dann hieß es auf einmal, die Maschine wird voraussichtlich 2 Stunden später starten. Was soll’s, dachte ich mir, denn Verspätungen sind in diesem Land ja nichts Neues, doch als es drei Stunden später hieß der Flug würde heute gar nicht mehr gehen breitete sich große Unruhe aus.
Ebenfalls bei mir, denn die nette Dame der Fluggesellschaft spricht überhaupt kein Englisch. alles was ich noch verstanden hatte war „Hotel“ und „morgen“…. aber was sie genau damit meinte blieb mir ein großes Rätsel.
Neben mir am Schalter stand ein älteres Ehepaar das sich auf schweizer Deutsch unterhielt und so wie es aussah konnten sie beide auch recht gut panisch. Sie erzählten mir dann, dass wir erst mal in ein Hotel (übrigens ein sehr edles 5 Sterne + Hotel) gebracht werden und es morgen um die selbe Zeit weiter geht. Die Dame bat mich ebenfalls darum ihrem Mann Gesellschaft zu leisten, da er nicht mehr so gut hört und auch alleine nach Zürich fliegt. Klar Warum nicht.
Und diesen Herren möchte ich euch heute vorstellen.
Karl Weidmann – ein Name den ich schon bei meiner Ankunft in Venezuela gehört oder besser gelesen habe. Ich erinnere mich noch genau, wie wir am ersten oder zweiten Abend bei Antonio am Küchentisch saßen und er mir zwei Bildbände über eine der schönsten Regionen in Venezuela gezeigt hat. Bildbände über die „Grand Sabana“, eine Landschaft die einzigartig und schön ist, ich aber leider nicht besichtigen konnte.
Seine Frage zu den Büchern: „Sag mal, kennst du den Weidmann, der kommt glaube ich aus Deutschland“.
Karl Weidmann kommt aber nicht aus Deutschland sondern aus der Schweiz. Aus einem sehr kleinen Ort in der Nähe von Zürich.
Dort wuchs er auf und arbeitete auf dem elterlichen Feld, baute Häuser und fällte Bäume. (u.a. auch den Wald, der gerodet wurde um den Flughafen zu bauen)
Aber das war nicht sein Lebenstraum, er wollte auf Reisen gehen. Eines Tages bekam er eine Reklame in die Hände, die sagte, „Mit dem Luxusdampfer nach Venezuela“. Gesagt getan, er war dabei. Das Schiff war ein alter Frachter und der groß angekündigte Pool zwei Rettungsboote die mit Wasser gefüllt waren.
1500 Personen in einem Frachtraum, gefüllt mit Feldbetten, waren einen Monat auf See unterwegs um nach einer beschwerlichen Reise in Venezuela zu landen. Er wollte nur eine Woche bleiben und dann weiter, Südamerika erkunden. Aus dieser Woche sind inzwischen 60 Jahre geworden und er lebt immer noch hier.
Ein Mann, der in diesem Land eine Berühmtheit ist und einige Bücher über die schönsten Regionen herausgebracht hat.
Ich habe die Ehre mit ihm die lange Wartezeit bis zum nächsten Flug zu überbrücken und ein Hotelzimmer mit ihm zu teilen. Die Zeit verrinnt wie im Flug, wenn man seinen Geschichten von Erstbefahrungen verschiedener Flüsse und Urwaldabenteuern zuhören kann.
Ich denke es sieht ganz lustig aus, fast wie eine Szene aus einen Film. Ein alter Herr sitzt auf seinem Koffer in der Wartehalle und ein Junge vor ihm auf dem Boden und lässt sich Fotos zeigen und Geschichten erzählen. Die Leute schauen alle komisch, denn die Sprache die gesprochen wird ist nicht Spanisch, sondern Deutsch.
So berichtet er mir über die letzten Indianer Venezuelas. Egal bb sie im Urwald oder in den Anden wohnen, es sind echte Einheimische die noch keine europäischen Vorfahren haben und genau das Leben führen, das sie von ihren Großeltern mitbekommen haben. Heute sind sie zivilisierter und leider, wie er sagt, auch ziemlich verwestlicht. Der Tourismus hat auch vor diesen Völkern nicht halt gemacht und heute verdienen sie ihr Geld damit, Touristen den Fluß hinauf zum „Salto Angel“ zu fahren – dem höchsten Wasserfall der Welt.
Vor 20 Jahren, so erzählt er, konnte man hier noch Wochenlang den Flusslauf hinaufgehen und man hat keinen Menschen getroffen. „Als ich das letzte Mal mit meinem Faltboot zum Salto Angel gefahren bin, das war 2000, kamen mir 5 Metallboote mit Touristen entgegen. Ich wurde da schon recht komisch angeschaut“.
Er zeigte mir viele Bilder, von Orten, die heute gar nicht mehr in dieser Art und Weise vorhanden sind. Die Gletscherspalten aus denen er Bilder gemacht hat gibt es heute nicht mehr. Er sagt, „da gibt es heute nicht einmal mehr so viel Eis, dass man damit ein Glas Whisky kühlen könnte“.
Das ist traurig zu hören, denn die Stellen sehen einfach wunderschön aus.
Viele Geschichten folgten und ebenso viele Fotos. Ich könnte euch noch stundenlang davon erzählen aber ich muss jetzt los, denn in 10 Minuten kommt der Bus und bringt uns zurück zum Flughafen. Drücken wir die Daumen, dass wir heute fliegen können.
Ich habe für meinen nächsten Ausflug in dieses Land auf jeden Fall genügend Eindrücke bekommen. Für mich stehen meine nächsten Besichtigungspunkte fest und vielleicht wird ja auch was daraus.
Karl Weidmann hatte auf jeden Fall viel Glück, dieses Land so ausführlich kennen lernen zu dürfen und er kann mit Stolz sagen, dass er einer der Personen ist, die sich hier wirklich am Besten auskennen. Denn als er kam, gab es in Caracas noch keine Hochhäuser und es wurden noch ordentliche Hupen an den Autos verwendet, bis der damalige Präsident die Huperei verboten hatte. Heute wird das zwar wieder gemacht, ist aber lange nicht so populär wir damals.
Anmerkung zum Schluss:
Nichts ist’s mit dem Bus gewesen… noch mal eine Nacht länger in Caracas und dann geht’s hoffentlich morgen früh um 4 nach Portugal. Mal sehen ob’s dieses mal klappt, dafür gab’s eine historische Stadtführung ;)
und noch mal eine Anmerkung und auch wirklich der letzte Anhang zu diesem Bericht:
Ich bin in Deutschland und sitze schon wieder in der Uni. Gerade noch rechtzeitig habe ich es zum Vorlesungsbeginn nach Mittweida geschafft. Mit Verspätung ging es nach einem langen Flug in Portugal weiter und hier fuhr sogar noch ein Zug ins weit entfernte Sachsen. Mit 3 oder mehr Stunden Wartezeit auf einen extrem kalten Bahnhof irgendwo im Niemandsland war dann die Fahrt auch in den Morgenstunden vorbei und ich am Ziel meiner Reise angekommen.
Das Fazit: Ich hab in diesen paar Tagen gelernt, die Bahn hat keine schlimmen Verspätungen und aufregen bringt auch nichts. Also das Beste daraus machen, das Leben genießen und einfach mal 1 ½ Tage warten.
Abschied
Gestern war es soweit… der Tag dem ich eigentlich nicht in die Augen blicken wollte.
Aber es kommt wie es kommt… es hieß Abschied nehmen.
Aber bevor es soweit war, wurde erst noch ein mal präsentiert.
In den letzten 4 Wochen wurde jeden Mittwoch oder Donnerstag ein Meeting abgehalten, auf dem die neuen AIESECer einen Bereich von AIESEC vorstellen mussten.
Das diente dazu, um zu sehen wie motiviert und interessiert sie sind.
Ich kann sagen, jede Präsentation war von sehr hoher Qualität und alle werden Member von AIESEC. Herzlichen Glückwunsch von mir dazu.
Wie allseits bekannt halte ich nicht viel davon die Member auszuwählen… aber das ist ein Thema, das man hier nicht anschneiden muss. Jedem Land seine Sitten ;)
Es waren auf jeden Fall 4 interessante Wochen und man konnte sehen, die Neuen wollen einiges reißen und noch mehr erreichen. Ich denke Das Lokalkomitee hier steht jetzt auf sicheren Füßen und kann einer guten Zukunft entgegen blicken.
Nach der Präsentation ging es zu José David. Es wurde noch mal ordentlich gefeiert, gekocht und Spaß gehabt.
Aber dann hieß es auch schon Abschied nehmen. Wie immer, traurig und mit Tränen verbunden. Vielleicht sehen wir uns irgendwann, irgendwo wieder. Aber auf jeden Fall bleiben wir in Kontakt.
Denn wie jeder weiß, AIESEC ist nicht nur zum lernen und neue Freunde finden da, es dient auch ein bisschen dem eigenen Netzwerk ;)
So viel von heute, denn gleich geht es zum Busbahnhof und das letzte Abenteuer beginnt. Die große Frage, wie ich in Caracas zum Flughafen komme ist nämlich noch nicht geklärt.
Wir werden sehen….
welche Strände sind schöner?
Auch ich habe ihn gesehen – den legendären karibischen Strand.
Es hat eine Ewigkeit gedauert aber schließlich und endlich hat es doch funktioniert.
Fangen wir mal von vorne an.
Das Ganze begann mit einer Unterhaltung über die Unterschiede der Strände in Venzuela (ein Land, das immerhin Anschluss ans Karibische-Meer hat) und denen in Deutschland. Welche sind schöner, größer und haben den feineren Sand. Die Wassertemperatur wurde hierbei natürlich außer Betracht gelassen.
Ich beruhte auf meiner Meinung, dass die Strände hier nicht sonderlich viel schöner sind, als die an der Nordsee. Das stieß erst mal auf große Überraschung und eine heftige Diskussion begann. Diese Endete schließlich damit, dass wir beschlossen noch einmal zum Strand zu fahren und dieses Mal auf eine kleine, vorgelagerte Insel.
Gesagt, geplant. - Aber wenn die Leute hier anfangen etwas zu planen, geht es mit 100%iger Sicherheit schief oder funktioniert gar nicht. Übrigens, das Gespräch fand vor 3 Wochen statt.
Der Tag war klar, ein Samstag sollte es sein und wenn wir zwei Zelte bekommen bleiben wir sogar über Nacht.
Während der Woche hieß es dann erst mal eine Auto finden, dass uns da hinbringt. Das war eine eher leichte Aufgabe. Eine Auto war gefunden und eigentlich stand dem Ausflug nichts mehr im Weg.
Na ja, so weit dachte ich zumindest. Der erste rief an, ich kann nicht, ich muss lernen, hab am Samstag einen Test. Mhhh. Einer weniger, schade aber geht immer noch. Die Nächste schickte eine Mail. „he, ich kann nicht, muss zu einem Geburtstag“… Ihr könnt euch sicher vorstellen wie das Ganze dann weiter geht…..
Am Schluss waren wir nur noch drei und der Ganze Trip, der immerhin 4,5 Stunden Autofahrt (für eine Strecke) beinhaltet wurde zu teuer für uns.
Die Entscheidung fiel, wir machen es nächste Woche.
Auch hier das selbe Spiel. Alles steht und nach und nach sagen wieder alle Leute ab. Es bleiben aber die gleichen drei übrig.
Ok, einen Versuch geben wir dem Ganzen noch, denn es ist schließlich mein letztes Wochenende und ich will noch mal einen richtigen Strand sehen.
Gesagt getan, wir sind wieder fünf Personen und haben ein Auto, dass uns für einen Tag zum Strand bringen soll. Da fällt den Jungs von AIESEC ein, dass genau an diesem Freitag, an dem wir fahren wollen, ein grandioses Konzert in Barquisimeto ist und wir ja den Rest von AIESEC Venezuela einladen können. Das wird also geplant und findet auch statt. Was mir aber erst einem Tag vorm Strand gesagt wird… Ich soll doch hier bleiben, denn die anderen AIESECer wollen mit mir reden, sie kommen schließlich auch wegen mir.
Mist, ich sehe den Strand schon wieder in weite Ferne rücken.
Nach dem der Autobesitzer 12 Stunden vorher auch abgesagt hat wird es rabenschwarz.
„Strand ade, die in Deutschland sind eben dich schöner.“
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag. Gegen 2 Uhr klingelt das Handy: „Hey Ben, we have a car and you can come with us. Everything is ready. There is guy who will pick you up at 5.30“
Wow, meine Verwunderung war dann dich recht groß, dass dieser Anruf kam. Anscheinen sind wir doch genügend, haben ein Auto und ich kann fahren.
5.30 Uhr und es geht tatsächlich los, dieses Mal sogar auf die Minute pünktlich. 30 Minuten nach Abfahrt erhalten wir einen Anruf von einem Vater, der uns sein Auto zur Verfügung stellt, da er es heute nicht braucht. Mist, hätten wir uns die 300.000 Bolivares auch sparen können.
Aber was lernt man daraus:
Plane in Venezuela nie etwas über 3 Tage hinaus. Da funktioniert sowieso nicht richtig. Spontan geht hier immer alles noch am Besten.
Und ja, die Strände sind schöner!
Zigaretten
Erinnert ihr euch noch an die Diskussion über die Beschriftung der Zigarettenschachteln.
In allen Medien wurde ausführlich besprochen, ob man beschädigte Lungen oder desgleichen auf den Packungen abdrucken darf.
Letztendlich ist daraus ja nichts geworden (soweit ich weiß), man kann nur die Warnungen lesen, dass Rauchen schädlich ist und unfruchtbar macht.
Gestern Abend auf einer Grillparty habe ich dann die folgende Zigarettenschachtel entdeckt. Hier wurde das wirklich umgesetzt und man kann eine „sehr schöne“ Raucherlunge betrachten.
Interessantes Foto (es sieht nicht wirklich angsterregend aus) mit eher nüchternem aber klarem Text.
„Rauchen schädigt die Lunge und verursacht chronische Bronchitis“
Es soll aber auch Schachteln mit wirklich abschreckenden Beispielbildern geben. Wenn ich welche zu Gesicht bekomme, werde ich mal ein Foto machen.
Helfen soll es hier aber auch nicht. Die Menschen schauen sich das Bild an, drehen die Schachtel um und rauchen trotzdem.
