aufgefallen: inside nature’s giants
Vor ein paar Tagen habe ich auf Spiegel Online einen Artikel über die Sezierung vier großer Tiere gelesen. Dabei ging esnicht einfach nur um eine Sezierung von irgendwelchen Tieren sondern genauer um die eines Wales, eines Elefanten, einer Giraffe und eines Aligators.
Das Ganze wurd von einem englischen Filmteam begleitet und später im TV ausgestrahlt. Den Vorscher und Veterinärmedizinern des “Royal Veterinary College” in London dienten die Tiere allerdings auch zur Erforschung der jeweiligen Lebewesen. So wurden in den Walen Rüclstände von “Füßen” gefunden, was wiederum darauf hindeutet, dass diese Tiere ursprünglich an Land gelebt haben.
Eine ziemliche aufschlussreiche Tierdokumentation, die sich nicht nur mit den Äußerlichkeiten und dem Verhalten der Tiere beschäftigt, sondern zusätzlich ihr tiefgstes Innteres zeigt.
Ich will hier aber nicht zu viel verraten, denn die Bilder sprechen mehr als tausend Worte und es wird vieles viel klarer und verständlicher Erklärt, als ich es tun könnte. Anbei bemerkt dreht sich aber irgendwie doch alles um den Verdauungstrakt.
Man sollte allerdings etwas schmerzbefreit sein und auch schon mal einen Menschen in der Bauchhöhle eines Elefanten sitzen sehen können.
Hier die vier Folgen:
- der Wal: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
- die Giraffe: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
- der Elefant: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
- der Aligator: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
Alle Sendungen sind auf Englisch.
Meine Uni und ihre Verwaltung
Gerade habe ich mich mal wieder gefragt, warum in Deutschland alles so extrem kompliziert ist.
Für meine Masterbwerbung brauche ich einen Notennachweis meiner Universität. Sollte ja nicht so schwer sein, dachte ich zumindest. Ich schreibe also eine Mail and die zuständige Person, mit der Bitte mir einen Notenauszug zu schicken und mir die dafür anfallenden Kosten bitte mitzuteilen, dass ich das Überweisen kann, bin ja schließlich im Ausland und kann es nicht persönlich abholen.
Die Antwort kam prompt und leider nicht wie gewünscht positiv. Ich möchte doch bitte einen frankierten Rückumschlag an die Hochschule schicken, damit ich meine Noten bekomme. Hallo, ich bin gerade in Ghana, hab ich doch schon geschrieben. Wie soll ich das denn machen, hier gibt es ja nicht mal einen richtigen Postservice und wenn der dann doch funktionieren sollte kommt es auch nicht nächste Woche an.
Und ich dachte immer in Zeiten der Onlinekommunikation sei so was auch per Mail möglich und man bekommt eine PDF-Datei zugeschickt. Da habe ich mich wohl getäuscht.
Ach ja, und in Englisch bekomme ich das erst recht nicht. Herzlich willkommen Globalisierung.
Der Sinn eines Praktikums
Man hört ja ziemlich oft, dass junge Akademiker zu Taxifahrern werden. Das ist wohl wirklich der „Worst Case“ aber es kann schon was dran sein. Die Arbeitsplatzsituation sieht nicht immer sehr gut aus bzw. entspricht auch in vielen Fällen nicht den Vorstellungen der Studenten. Viele wünschen sich sofort eine gut bezahlte Managerposition, die sie natürlich nicht bekommen. Der Einfache Grund dafür: keine Praxiserfahrung.
Um diesem entgegenzuwirken hat sich meine Generation zur „Generation Praktikum“ entwickelt. Wir tingeln vom einen Praktikum zum nächsten und arbeiten meistens für sehr schlechte Bezahlung wie ein normaler Mitarbeiter. Es soll auch vorkommen, dass einfach nur für das Zeugnis und vor allem für den Namen der Firma der auf Selbigem steht, gearbeitet wird.
Dabei hat ein Praktikum auf jeden Fall seine Daseinberechtigung und ist auch sehr wichtig in der Entwicklung der persönlichen Erfahrung. Aber muss man deswegen gleich fünf oder sechs machen? Ich denke nicht.
Es geht weder um die Anzahl der Praktika die man absolviert, noch um die Höhe der Bezahlung die man dafür bekommt. Das Wichtigste ist doch der Inhalt der einem vermittelt wird. Ideal ist es, wenn man in seinem Praktikum einer direkten Person oder Abteilung untergeordnet wird. Wenn das nicht geht, da nicht genug Personal vorhanden ist, sollte man zumindest einen direkten Ansprechpartner haben, den man bei allen Fragen löchern kann.
Ein Praktikum ist schließlich ein Geben und Nehmen. Man bringt sich in ein Unternehmen ein, engagiert sich und hilft wo man nur kann um die Unternehmens- oder Projektziele zu verwirklichen. Zudem kommen noch die unbelastenden Ideen und Gedanken hinzu, die dem Unternehmen eine andere Sichtweise garantieren und so vielleicht zu einer anderen und besseren Lösung eines Problems helfen können. Auf der anderen Seite bekommt man dafür das Wissen des Unternehmens zurück. Es wird einem ein Einblick in neue Arbeitsfelder gewährt, die man so nicht bekommen würde. Man lernt dazu in einem Unternehmen zu überleben, zu handeln und zu existieren. Dabei stellt man ganz schnell fest, dass das was man in der Uni gelernt hat meistens nicht ausreicht um im Berufsleben über die Runden zu kommen.
Hat man also genug Erfahrungen durch Praktika gesammelt ist man bereit auf die normale Berufswelt losgelassen zu werden. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass man die Zeit in den jeweiligen Unternehmen auch sinnvoll genutzt hat und sich nicht seine Aufgaben selber suchen musste und einfach keine Ahnung hatte wie der Markt und die Branche funktioniert.
Nur qualifizierte Praktika bringen einen weiter und helfen einem nicht als Taxifahrer zu enden.
Private Hochschulen - bessere Qualität?
Wie ich hier vor ein paar Tagen schon geschrieben habe, ist die Ausbildung immer eine Frage der Qualität, die man den studierenden an einer Uni bieten kann.
Spiegel Online berichtet heute über die Semelweis Universität aus Ungarn, die in diesen Tagen eine Zweigstelle für Medizin in Hamburg eröffnet. Da auch diese Hochschule nicht vom Staat finanziert wird sind Studiengebühren fällig. Haltet euch fest, 80.000 €. Das ist ein ganz schön großer Batzen Geld, den man erst einmal aufbringen muss.
Was hat nun aber das Geld mit der Qualität zu tun. Es stellt sich ganz eindeutig die Frage, ob man durch hohe Studiengebühren einen gewissen Standard einführen und vor allem halten kann. Die staatlichen Universitäten haben es bewiesen dass es geht – oder auch nicht.
Was stellt man also am Besten mit dem eingenommen Geld an?
Es gibt da zwei Theorien die beide falsch und richtig sind. Erstens, man investiert es in Gebäude, Ausstattung und Materialien oder zweitens in die Professoren und Tutoren.
Meiner Meinung nach ist beides gleich wichtig. Das eine baut auf das andere auf. Ist die Infrastruktur hergestellt und entspricht einem angemessenen Standard, kann man die nächsten Investitionen ins Personal stecken. So streng getrennt kann man das natürlich nicht behandeln aber die Tendenz geht schon in diese Richtung.
Nehmen wir zum Beispiel einen Informatikprofessor der herausragend gut ist und seinem Kurs etwas über Netzwerktechnik beibringen soll. Nun hat er allerdings nur einige Computer aus dem Jahre 1800 mit veralteter Technik. Wie soll hier ein vernünftiger Unterricht stattfinden, bei dem man anschaulich etwas lernen soll?
Und schon sind wir wieder bei der Frage, ob ein Studium das einen höheren Praxisanteil hat, besser ist. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es so ist. Nur durch direktes Ausprobieren und visuelles und haptisches Wahrnehmen behalten wir Dinge besser im Kopf. Oder habt ihr Laufen gelernt, in dem man euch Geschichten darüber vorgelesen hat?
Zurück zum ungarischen Ableger in Hamburg. Die Hochschule nimmt pro Student und Studium in der Summe 80.000 €. Durch diese Mittel können viele Finanzlücken gestopft werden. Natürlich steht auch hier die Gewinnmaximierung im Vordergrund, nur würde ich davon ausgehen, dass auch ein großer Anteil der Gebühren in die Ausbildung fließen.
Kann man dadurch davon ausgehen, dass die Studenten der Semelweis Uni bessere Mediziner werden, als die des Uniklinikums Eppendorf oder liegt es bei jedem Einzelnen, wie er am Ende des Studium abschneiden wird?
Was sollte man in der Universität wirklich lernen?
Ich habe gerade ein interessantes Beispiel erfahren, dass mich darüber nachdenken lässt, wie man die Deutsche Bildung Einschätzen sollte und was man Universitäten wirklich lernen müsste.
Die Unis verschreiben sich dem Ruf der Wissenschaftlichkeit. Alles wird bis auf das letzte Fünkchen ausdiskutiert und analysiert. Aber ist es wirklich so wichtig, dass man als Student, der in der Regel auf einen Arbeitsalltag vorbereitet werden soll, diese Art und Weise des Arbeitens bis zur Perfektion lernt? Ist es nicht wichtiger zu wissen, wie man das erlernte Wissen in die Praxis umsetzt?
Natürlich werden jetzt einige sagen, wir haben doch Fachhochschulen, die so etwas übernehmen, Studenten, die der Theorie nicht sonderlich zugeneigt sind, sollen doch dort studieren.
Der Aussage stimme ich auch erst einmal zu, nur muss ich auch annehmen, dass die etlichen Universitätsstudenten in Deutschland sicher nicht alle in die Wissenschaft gehen werden.
Zwei meiner Arbeitskollegen haben vor wenigen Monaten ihren Master in Marketing erfolgreich abgeschlossen und sind befinden sich in den ersten Monaten ihres Berufslebens. Derzeit sitzen wir an einem Projekt, bei dem es darum geht, eine Sonntagszeitung neu aufzubauen und durch das Medium Online zu erweitern. Unterm Strich soll die Zeitung natürlich Gewinn abwerfen und wir müssen Anzeigen verkaufen um alles finanzieren zu können.
Die Projektleitung bekam einer der Beiden und er macht seine Arbeit, gut, mit viel Motivation, Enthusiasmus und zuverlässig. Soweit so gut, nur tritt hier auch schon ein kleineres Problem auf. Er hat leider keine Ahnung, wie man ein Projekt komplett aufzieht und leitet. Für ihn steht das Projektziel im Vordergrund - Anzeigen verkaufen. Dieses Ziel verfolgt er vehement und mit neuen Ideen, die in Ghana noch nicht wirklich realisiert wurden. Es wird eine PDF-Online-Ausgabe der Zeitung geben, die Website wird aufgewertet und die Zeitung soll inhaltlich eine neue Struktur bekommen. All diese Punkte werden den heimischen Unternehmen verkauft um Anzeigen generieren zu können. Funktioniert auch ganz gut.
Jetzt kommt sein kleines Problem vom Projektmanagement wieder. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Verkaufen von Anzeigen. Nur dass das nicht alles ist, wurde bis jetzt noch nicht realisiert. Es gibt zum Einen das Problem, dass die Menschen hier kaum Zeitung lesen und zum Anderen, dass das Internet nur zum eMails versenden genutzt wird. Die Bandbreite ist einfach zu klein. Eine Zeitung und die dazugehörige Onlineausgabe produzieren sich auch nicht von alle, es braucht Designer, Redakteure, Lektoren, usw. Derzeit ist ein Grundstock an Personal vorhanden, die mit der Printausgabe aber völlig überfordert sind. Fazit: Wir brauchen mehr Personen, die für das Projekt arbeiten.
Die Distribution der PDF-Ausgabe ist ebenfalls nicht so einfach. Seine Idee, die Zeitung als Anhang in einer eMail zu verschicken ist meiner Meinung nach nicht realisierbar, da nicht jeder die Muße hat, 3 MB in 15 Minuten herunter zu laden um dann nur ein Drittel der Artikel zu lesen, die ihn auch wirklich interessieren, wo er sie doch auch an anderer Stelle bekommen kann. Hier muss ebenfalls eine neue Lösung her. Zu guter Letzt, wo bekommt man die eMail-Adressen der Kunden her?
Es ist leider nicht immer alles so einfach, wie man sich das im ersten Moment vorstellt. Auch ich hab das schon erfahren dürfen, allerdings in der Universität. Hier nun wieder zurück zum Thema
Ist es nicht vernünftig oder besser, einen praktischeren Teil in die Ausbildung an Universitäten einzuführen, um genau diese Weitsichtigkeit zu bekommen, die man im späteren Berufsleben benötigt.
Ich bin schwer dafür, denn Studenten blauäugig in die Wirtschaft zu entlassen ist für Selbige frustrierend und für das Unternehmen nicht unbedingt wirtschaftlich.
Was soll man also wirklich lernen?
