Hamburg wird autofrei!

… schön wär’s! Aber es kann durchaus funktionieren, denn Hamburg ist meiner Meinung nach einer der Städte, die am besten durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen sind und man an jeden Fleck der Innenstadt innerhalb von 10 Minuten kommt. Das schafft man mit keinem Auto, den alleine die Parkplatzsuche dauert länger. Die Zufahrtswege in die Innenstadt sind ebenfalls bestens ausgebaut – ich kenne auf Anhieb keine Stadt in Deutschland, die das besser gelöst hat.

Die Jungs von „we are traffic“ haben bereits mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Radwegsituation in der Hansestadt nicht gerade prickelnd ist. Sie ist ausbaufähig, kann aber durch das Schließen der Innenstadt für Autos getrost vergessen werden, denn dann sind Straßen genug da – und die sind auch breit genug.

Aber warum schreibe ich das eigentlich?

Mal wieder hat mir das Internet ein sehr gut gemachtes Video in die Hände gespielt, das von den Fahrradkurieren in Brüssel handelt. Sie erzählen ihre Geschichte über die Entstehung des Radkurier-Business in der belgischen Stadt. Was mich dabei ziemlich erschreckt: Der Anteil der Radfahrer in der Stadt ist erst mal von einigen % auf quasi Null Prozent herunter, um jetzt sagen zu können, dass gerade mal 4% der Verkehrsteilnehmer Radfahrer sind. Die dortigen Möglichkeiten Rad zu fahren sind allerdings noch viel schlimmer als in Salzburg, Hamburg oder in sonst einer mir bekannten anderen europäischen Stadt. Ich hoffe sehr stark, dass es nicht nur bei den 4% bleibt und sich etwas in die positive Richtung tut – allerdings sollte der Aufwärtstrend nicht nur in Brüssel anhalten, sondern auch in jeder anderen Stadt – vllt. klappt es dann auch bald mit einer autofreien Hansestadt.

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