storycamp-2012-salzburg

Geschichten sind anders – Fazit zum Storycamp

Das Storycamp fand vergangen Freitag in der Stiegl Brauerei zu Salzburg statt und war das erste seiner Art. Wie schon geschrieben war ich sehr gespannt auf diese Veranstaltung und freute mich sehr auf einen regen Austausch.

Vorweg eine kurze Anmerkung, was ich mir unter dem Wort „Geschichten“ vorstelle:

Geschichten sind für mich Erzählungen, bei denen es um eine klare Handlung geht, die mit einem Spannungsbogen die Menschen einfängt und darüber Emotionen, Spannung und Aufmerksamkeit erzeugt. Diese Methodik kann dabei in allen Medien vorkommen.

Das Storycamp war darauf ausgelegt, Geschichten in ihrer ganzen Vielfalt und aus den verschiedensten Sichtweisen zu besprechen. Sehr schnell stellte sich in der bunt gemischten Gruppe (die zum Glück nicht nur aus Touristikern bestand) heraus, dass jeder eine komplett andere Auffassung hat, was eine Geschichte ist. So ist für den Einen ein klassischer Werbespot mit besonderem Motiv, schon eine Geschichte, für den Anderen aber nicht. Diese Diskrepanz machten einige Diskussionen spannend aber leider auch sehr oberflächlich, da immer zuerst ein gemeinsamer Nenner gefunden werden musste.

Anfänglich war die Beteiligung etwas mau, was sich nach der Mittagspause nach ein paar offenen Worten und dem ausdrücklichen Wunsch vieler Teilnehmer nach mehr Dialog geändert wurde. Die folgenden Sessions wurden dialogorientierter und dadurch auch spannender für alle Personen im Raum.

Grundsätzlich war es eine großartige Veranstaltung, die auch durch ihre spontane Organisation und einigen Formatänderungen sehr gut funktioniert hat. Besonders gut kamen (nicht nur bei mir) die kurzen Sessions von 30 Minuten an. Der Inhalt musste so komprimiert werden, dass trotzdem gute Diskussionen zustande kamen, ohne lange Präsentationen vorher zu zeigen. Das kann man für viele andere Barcamps gerne als Idee übernehmen.

Ebenfalls war die Größe der Gruppe, mit ca. 30 Teilnehmern sehr angenehm und sorgte auch zwischen den einzelnen Sessions für regen Austausch.

Die Themen waren bunt gemischt aber wie bereits geschrieben, leider oft sehr oberflächlich und teilweise mit zu langen Powerpoints begleitet.

Meine Wünsche für das nächste Storycamp – was definitiv stattfinden sollte:

  • kleine Teilnehmerzahl beibehalten
  • Handy, iPads, etc. während den Sessions draußen lassen
  • Eine stärke Fokussierung auf ein einzelnes Thema. Die Diskussionen werden dadurch tiefer und inhaltlich wertvoller. Es wird auch eine feste Richtung vorgegeben und es müssen nicht erst die Grundsätzlichkeiten geklärt werden.
  • 30 Minuten Sessions beibehalten

Ansonsten kann ich nur sagen: Das Camp war großartig. Danke an die Organisatoren Ed Wohlfahrt und Reinhard Lanner sowie die Stiegl Brauerei und SalzburgLand Tourismus.

Ach ja, fast vergessen: Mein persönliches Highlight waren die beiden Geschichten, die uns am Nachmittag erzählt wurden. Plötzlich verschwanden alle Smartphones in den Taschen, es wurde eine bequeme Haltung eingenommen und es wurde mucksmäuschenstill. Die Geschichte, auch wenn sie kurz war, war dennoch sehr gut und genau das, was ich unter einer Geschichte verstanden habe. Keine platte Werbung mit evtl. interessanten Motiven, sondern mit Anfang, Mittelteil, Schluss, einer klaren Handlung und vor allem einem Spannungsbogen – so soll es sein.

Hier gibt es noch ein paar bildliche Eindrücke des Tages. (Notiz an mich: Ich sollte das nächste Mal einen Blitz mitnehmen, dann werden die Bilder schärfer)

Ein Gedanke zu „Geschichten sind anders – Fazit zum Storycamp“

  1. Schön zusammengefasst, Ben. Vielen Dank dafür. In der Tat sieht jeder (s)eine Geschichte aus einem anderen Blickwinkel. Und das ist auch gut so. Danke auch für die gemeinsame Session zum Thema „Darstellung von Geschichten und wie passend doch Storytelling für die Hotellerie ist“. Die 30 Minuten gemeinsam mit Dir haben Spaß gemacht. Auf eine Wiederholung beim storycamp 2013? Liebe Grüße aus München, Andy.

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