Erfahrungen mit Podcasts

Seit etwas mehr als 1,5 Monaten betreiben Julia und ich den Podcast „Österreich verstehen„. Jetzt wird es zeit ein kleines Recap zu schreiben und meine ersten Erfahrungen mit diesen, für mich neuem Medium, Preis zu geben.

Die Anfänge

Die Idee einen eigenen Podcast aufzunehmen bzw. über Sprache anderen Menschen etwas näher zu bringen hat mich schon immer fasziniert. Audioaufnahmen haben in der Vergangenheit via Radio und Funk ganze Völker unterhalten und Nachrichten wurden darüber verbreitet. Die einzige Steigerung zu diesem Kommunikationsmittel ist nur noch das Bewegtbild in Form von TV, Video und Filmen. Gerade auch deswegen habe ich Julia sofort zugesagt, als sie mich frage ob wir nicht zusammen podcasten sollen.

Die Hardware

Grundsätzlich ist es relativ einfach einen Podcast aufzunehmen. Was man dazu braucht ist lediglich einen Rechner mit Mikrofon und Aufnahmesoftware (Skype reicht schon aus) oder aber ein Telefon mit Diktiergerät.

Wir mussten uns um die Beschaffung der Technik zum Glück keine Gedanken machen, da Julia bereits bestens mit einem Olympus LS5 Digital Recorder ausgestattet ist. Diesen hatte sie bereits in China im Einsatz und leistet uns auch hier in Österreich hervorragende Dienste. Die Tonqualität ist ausgezeichnet und er nimmt zum Glück in Stereo auf, so kann man in den vollen Genuss unserer Stimmen kommen. Ebenfalls sind die Aufnahmen so gut, dass man auch die Hintergrundgeräusche sehr gut hören kann – was nicht immer passend ist, das Ganze aber umso authentischer macht.

Da wir den Podcast an einem Stück aufnehmen und derzeit noch ohne Intro Musik auskommen, müssen wir uns keine Sorgen um den Schnitt machen. In der letzten Folge über Begrüßungsfloskeln in Österreich sind dann aber doch andere Personen zu Wort gekommen, die aufwändig in unser Gesabbel geschnitten werden mussten. Als Mac-Nutzer war die erste Wahl das Programm „garage band“ das leider nicht ganz für solche Zwecke ausgelegt ist. Es funktioniert zwar ist aber nicht prickelnd, daher bin ich um jede Empfehlung froh. Dazu kommt noch, dass die Ausgabe nachher wiederum nur in moni stattfindet, was die ursprüngliche Tonqualität etwas zerstört.

Das Hosting und die Webseite

Einen Podcast muss man anständig präsentieren und auch für die Welt zugänglich machen. nach langem überlegen, wie man die gesprochen Worte am einfachsten aber auch schönsten den Hörern zugänglich machen kann haben wir uns für einen WordPress Blog mit einem Theme von Woothemes entschieden. Die Technik ist einfach zu handhaben und man kann schnell neue Beiträge veröffentlichen.

Bei der Frage des Hostings war es schon etwas schwieriger. Der Blog liegt zwar auf meinem privaten Webspace – dieser ist aber nicht unendlich groß. Bei MP3 Dateien von bis zu 30 MB pro Folge kann der Platz schon mal sehr schnell voll sein. Auf der Suche nach Alternativen bin ich dann über das Podcast-Beta-Programm von soundcloud gestoßen. Der Vorteil hierbei:

  • man benötigt keinen Speicherplatz
  • man muss kein technisches Wissen um RSS-Feeds besitzen, die werden automatisch generiert
  • man ist an eine große Community angeschlossen
  • Es gibt top Plugins um soundcloud im Blog einzubinden.
  • die Player sind html5 Fähig und laufen auch auf einem Produkt von Apple

Der Nachteil: man muss ab einer bestimmten Gesamt-Audiolänge (120 Minuten) Geld bezahlen.
Mal ganz davon abgesehen, ist der Weg über soundcloud super und vor allem sehr einfach.

Fazit

Podcasten ist gar nicht so schwer wie man immer denkt. Man nimmt einfach nur schnell was auf, stellt es online und schon kann die ganze Welt zuhören – sofern sie den Podcast finden.

Wir haben Glück und anscheinen ein Thema getroffen, dass einige Personen zu gefallen scheint. Jede Folge wird regelmäßig angehört und wir konnten inzwischen über 700 Besucher auf unserer Seite begrüßen. Auch die Kommentare nehmen zu und es kommt immer wieder neuer Input zu den behandelten Themen dazu, dass sich nach und nach ein kleines Lexikon der Österreichisch-Deutschen Sprachgebräuche aufbaut.

Das schönste daran, die Worte und Ideen gehen uns erst einmal nicht aus, da wir tagtäglich neue Hürden und Sprichworte um die Ohren geschlagen bekommen – es wird also noch eine ganze Menge an neuer Folgen geben – seid gespannt!

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