aufgefallen: Kleinanzeigen
Was machen junge Leute wenn sie nach einem Auto, einer Reitbeteiligung oder nach Eventtickets suche? – Sie gehen ins Internet oder fragen Freunde.
Keiner würde je auf die Idee kommen, Kleinanzeigen in der Tages- oder Wochenzeitung aufzugeben bzw. zu lesen. Das schwarze Brett in der Schule kommt auch nicht wirklich in Frage und so bleibt einem nur die lokale Community im Internet.
Squadhouse.de hat sich dieses Bedürfnis zu eigen gemacht und seit gestern eine eigene Seite online, auf der die User kostenlos Kleinanzeigen schalten können.
Was ist nun der Mehrwert – Geld verdienen werden sie damit nicht, da die Anzeigen Kostenlos sind. Der lokalen Zeitung nahmen sie damit eine junge aber große Zielgruppe weg. Auf der einen Seite ein Mehrwert auf der anderen schlecht für die Zeitung.
Der Einzige wahre Vorteil den sie dabei haben ist doch der, dass sie eine Anlaufstelle für eine sehr breite Zielgruppe werden und so evtl. neue User bekommen.

Der Vorteil an diesen Kleinanzeigen ist, dass man mit dem Inserenten direkt in Kontakt treten kann, sofern man angemeldet ist. Zusätzlich bekommt man das Profil der jeweiligen Person zu sehen und kann leicht einschätzen, mit wem man es zu tun hat.
Generell finde ich die Idee sehr gut und es hat Potential neue User für das Squadhouse zu gewinnen. Sollte sich das System etablieren kann ich mir gut vorstellen, dass ein gewisser Betrag an die Plattform abgegeben wird, wenn ein Verkauf zustande kam.
Ich werde das auf jeden Fall weiterverfolgen.
Erinnerungen
Twitter kann so einiges. Ich nutze diesen Dienst nun schon seit knapp zwei Jahren und muss zugeben, dass er einen relativ hohen Nutzen hat. Man bekommt Tipps, lernt anderer Leute Meinungen zu schätzen und die neusten News und Skandale liegen auch direkt und schnell auf dem Bildschirm.
Gestern Abend allerdings hatte mich ein Tweet (so heißen die einzelnen Kurznachrichten) in der zeit zurück versetzt und doch etwas überrascht.
Im unterfänkischen Kolitzheim steht ein altes Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Die Familie von Halem erwarb das Schloss und baute es zu einem Hotel aus und um. Bei seinen Gästen wird es sehr bekannt und geschätzt sein aber auch im Internet ist das Schloss kein großer Unbekannter.
ich habe Alexander von Halem auf einem Tourismusworkshop in Ischgl kennen gelernt und verfolge seit dem seine Internetaktivitäten, die das Schloss betreffen. Auf der Homepage bekommt man alle Informationen die man über das Schloss und die diversen Übernachtungsmöglichkeiten benötigt, im hauseigenen Schlossblog schreibt er was in der Gegend um Kolitzheim und im Schloss gerade so passiert und führte seine Leser in eine Gegend, die vom Großstadtstress noch nie etwas gehört hat. Am besten gefällt mir aber, wie Twitter eingesetzt wird. Es dient nicht nur als Kommunikationsinstrument sonder es werden echte Geschichten darüber erzählt, die einen an einen Ort entführen, an dem durchaus Pferde, Ritter und Drachen noch real sein könnten.
Wie bereits erwähnt las ich gestern Abend folgenden Tweet:
Es passiert auch in der modernen Welt anscheinend noch, dass die Ernte bis spät in die Nacht eingebracht werden muss. Das lässt bei mir Kindheitserinnerungen an Nachmittage in frischen Kornfeldern hochkommen und vermischt sich dann mit Geschichten aus dem Mittelalter. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es dort auch genauso ist. Schaut man sich die Lage von Kolitzheim auf Google Maps an, ist nicht wirklich viel rings herum. Aber alleine diese Abgeschiedenheit macht einen Besuch sicher lohnenswert.
ich werde sicher irgendwann mal vorbeischauen und meinen ganz persönlichen Kimndheitshelden suchen gehen ;)

