Deutschlands erste Poken Party
Gestern war es soweit. BoD und der 13. Stock haben die erste Pokenparty Deutschlands ausgerichtet. Ich war dabei und hab mir die Ganze Sache um die kleinen Figuren mit der überdimensionalen vierfingrigen Hand angesehen.
Die Party war relativ gut besucht, die Musik etwas zu laut als dass man sich hätte richtig unterhalten können und der Poetryslam leider viel zu früh. Wären die beiden Damen später aufgetreten hätten sie ein weitaus größeres Publikum gehabt, zumal ihre Texte sehr gut waren.
Aber zurück zum Poken. Ich habe dank Sympra auch eines dieser kleinen Dinger bekommen und konnte es auf der Party testen. Und wie ich schon in meinem letzten Artikel geschrieben habe, ist das eher ein Spielzeug mit erstem Hintergrund als seriöses Mittel zur Kommunikation. Man hat viele sehr erfreute Gesichter gesehen, als das grüne Licht aufleuchtete das signalisiert wenn die Daten übertragen wurden. Bei manchen sah es so aus als wären sie plötzlich wieder 14 und hätten gerade unter dem Weihnachtsbaum die Rennbahn entdeckt, die sie sich schon lange gewünscht haben.
Bei anderen konnte man eine gewisse Aufregung sehen als sie die kleinen Hände aneinander gehalten haben. Es schien fast der Eindruck zu entstehen, dass man nun eine Person, die man noch nicht wirklich lange kennt auf einmal sehr viel über einen weiss und man ihr Eintritt in die intimsten Bereiche des Lebens gibt.
Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickeln wird, vor allem wenn viele Personen die Poken regelmäßiger nutzen werden. Im Großen und Ganzen war es eine sehr schöne Party. Danke dafür an alle Organisatoren.
aufgefallen: Das Buch der Blogger
Vor ein paar Tagen hat mich über twitter eine interessante Idee erreicht. Die Jungs von momworx bringen das „Buch der Blogger“ heraus.
Bücher sind ein Kulturgut, das in der Szene der internetsüchtigen Personen Rarität hat da man sich zu 90 % der Fällen online informiert und austauscht. Mir war daher nicht so ganz klar, was dieses „Buch der Blogger“ wirklich sein soll. Ein Verzeichnis nach Art eines Telefonbuches über alle deutschen Blogger oder doch eher eine Art Lexikon in dem alle Begriffe die in der Branche gebräuchlich sind für Laien erklärt werden.
So ganz stimmt das alles aber nicht. Beim „Buch der Blogger“ geht es hauptsächlich um das Netzwerk der Internetgemeinde und die darin enthaltenen Geschichten. So wird ein leeres Buch von Berlin aus auf die Reise geschickt und jeder Blogger, der sich vorher registriert hat kann eine Seite handschriftlich mit eigenen Geschichten, Beträgen oder Bildern füllen.
In der digitalen Zeit ist das ein schönes Projekt, das auch au die alten handwerklichen Methoden der Kommunikation aufmerksam macht. Oder wann habt ihr euren letzten Brief geschrieben?
Ich finde die Idee super und unterstütze sie, daher habe ich mich gleich als Autor registriert. Mal schauen wann das Buch bei mir ankommt und was bis dahin schon drin steht. Vor allem was ich reinschreiben werde. Ich werde berichten.
Konferenzen und ihre Netzwerke
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Enthusiasmus und Begeisterung in so manches Projekt von Studenten gesteckt wird. Und da soll es noch mal heißen die Studenten würde sich nicht für ehrenamtliche Tätigkeiten neben dem Studium interessieren.
In den letzten beiden Wochen war ich auf zwei AIESEC Konferenzen. Einmal als Trainer eines Marketing-Workshops und einmal als Chair (Konferenz-Moderator). Bei diesen Konferenzen ging es darum, neue Mitglieder in die komplexen Strukturen AIESECs einzuführen und ihnen eine erste Orientierung zu geben. Ebenfalls wurden sie dazu motiviert sich über einen Bereich weiter zu informieren, in dem sie später arbeiten wollen.
Die Motivation der Teilnehmer war auf beiden Konferenzen atemberaubend. Sie haben trotz langer Partynächte morgens um 8 im Plenary gesessen und mitgemacht. Für mich ist das immer ein toller Anblick, denn man weiss, dass diese Leute hinter der Idee von AIESEC stehen, obwohl sie sie noch nicht einmal richtig mitbekommen haben.
Ein etwas anderer Aspekt, der wiederum erschreckend ist oder aber auch zeigt, dass viele Studenten noch in ihrer gut behütetend Kinderstube sitzen, ist der des Networkings. Auf der Konferenz in Bielefeld haben wir das zum Hauptthema gemacht und wollten mit den Teilnehmer unsere Erfahrungen aus 3 Jahren AIESEC teilen und sie dazu aufmuntern ihr eigens Netzwerk aufzubauen. Jeder Geschäftsmann wird mir zustimmen, dass es heutzutage unerlässlich ist keine Kontakte zu haben.
Ein schönes Beispiel sollte dazu beitragen, den Teilnehmer die Augen zu öffnen. Als ich im Sommer 2007 in Venezuela war und kein Wort Spanisch konnte wurde ich von einer Studentin – Ananda – betreut und durch die Stadt geführt. Sie hat mir meinen drei monatigen Aufenthalt sehr vereinfacht und mir bei allen Angelegenheiten geholfen die zu regeln waren. Als ich Venezuela verlassen habe, dachte ich mir, ich werde die Menschen die ich dort getroffen habe und meine Freunde geworden sind, so schnell nicht wieder sehen werde. Das hat sich aber in Bielefeld ganz schnell geändert. Ananda macht inzwischen ihr Praktikum in Minden und war ebenfalls auf der Konferenz. Das bewiest natürlich, dass die Welt sehr klein ist und man sich immer mal wieder über den Weg läuft. Ich werde ihr in Deutschland helfen sollte sie ein Problem haben oder etwas anderes außer Bielefeld und Minden sehen wollen. Ein Geben und Nehmen.
In der Businesswelt läuft es vom Grundprinzip nicht anders ab. Man kennt Menschen, die einem helfen können und denen hilft man irgendwann auch mal wieder. Um diese Menschen allerdings kennen zu lernen, muss man auch etwas dafür tun – mit ihnen reden und offen sein.
Als die Konferenz begann und ich meine Geschichte zum Thema Networking erzählt habe wurde ich mich unverständlichen Blicken überhäuft. Am Ende der Konferenz konnte man allerdings sehen, dass bei vielen der Groschen gefallen ist und sie zumindest auf der Konferenz neue Kontakte und evtl. sogar Freunde gefunden haben. Dazu hat ebenfalls beigetragen, dass wird zwei Tage eingeschlossen in einer Schule, im Hochsauerland verbracht haben und es keine Möglichkeit gab zu verschwinden.
Wenn ich allerdings an meine Studienzeit zurückdenke, wo wir monatlich die Chance hatten auf ein Event zugehen, bei dem man die interessantesten Menschen der Branche hat treffen können, habe ich meine Kommilitoninnen nie verstanden, die diese Möglichkeit nicht wahrgenommen haben. Heute bekomme ich einen Anruf von einer ehemaligen Studienkollegin ob ich nicht jemand kennen würde, der ihr bei einem Problem helfen kann. Ich kenne zwar jemanden und werde ihr auch helfen aber ist es nicht besser wenn man diese Person direkt kennt?
Dies ist u.a. ein Grund warum ich so froh war viele neue Gesichter auf den Konferenzen gesehen zu haben. Sie wollen etwas anderes als nur das theoretische Studium mitbekommen. Sie wollen Menschen treffen und neue Dinge Erfahren und das obwohl sie alle auf Bachelor studieren und angeblich keine Zeit mehr haben etwas neben dem Studium ehrenamtlich zu machen.
Schön war es. Vielen Dank an alle, die dabei waren.
Poken, das neue Spielzeug der Erwachsenen
Eigentlich sind Erwachsene auch nur Kinder. Ganz besonders die Männer. Gibt es etwas Neues wird es sofort gekauft und probiert es aus. Vor nicht allzu langer Zeit auf der re:publica in Berlin kam wieder ein neuer Trend auf, der das Potential zum Businessspielzeug zu werden.
Poken – heißen diese kleinen Figuren mit der überdimensionalen Hand, die sich in das Herz vieler Web2.0-Profis und anderen early-adaptors geklatscht haben. Klatschen, nichts anderes tut man mit diesen kleinen Figuren. Berührt eine Hand eines Pokens die Hand eines Anderen, beginnen sie zu keuchten und freuen sich wieder einen neuen Freund gefunden zu haben. Was wirklich dabei passiert ist aber etwas ganz anderes: Durch die Berührung werden Kontaktdaten wie Telefonnummer, eMail-Adresse und Faxnummer ausgetauscht. Zusätzlich können aber auch Social-Media-Profile übertragen werden, damit man sich noch schneller vernetzen kann.
Fassen wir zusammen, der Poken ist die Visitenkarte2.0
Eins steht fest, durchsetzen wird sich diese Form der Adressweitergabe auf jeden Fall. Klassische Visitenkarten haben zwar eine sehr hohe Bedeutung aber auch einen recht geringen Wert, denn wer trägt schon 200 Visitenkarten mit sich herum oder schreibt mühselig alle Daten in sein Adressbuch ab. Die Methode des Pokens ist daher so einfach wie genial.
Nun sehen die kleinen Poken aus wie Figuren aus Aliens, Bienen oder Pandabären. Veit Mathauer von Sympra stellt nun die Frage, ob sich auch diese Form und Gestaltung durchsetzen wird. Meine Antwort auf diese Frage: Auf jeden Fall.
Schauen wir dazu mal zwei Jahre in die Zukunft: Jeder hat inzwischen einen Poken und sie haben es in den Massenmarkt geschafft. Der ausschlaggebende Treiber für die Verbreitung waren die Damen der Businesswelt. Durch ihr Modebewusstsein und die Kunst sich von der Masse durch kleine aber raffinierte Accessoires abzuheben haben, haben sie den Poken zum Weltruhm verholfen. Inzwischen gibt es die kleinen Begleiter in zig verschiedenen Formen und Farben und können je nach Outfit angepasst werden. Für die ganz eleganten gibt es sie in Silber, Gold oder mit Diamanten verziert.
Der Mann, stolz wie er ist, kommt natürlich nicht darüber hinweg, dass seine Frau nun technisch weiter ist als er und zieht mit dem Kauf eines „männlichen“ Pokens nach. Es ist vollbracht. Der Poken hat es zum Weltruhm geschafft.
Wie gesagt, da Erwachsene gerne spielen, würde ich doch auch gerne einen Poken besitzen um den kleinen Figuren zu helfen sich weiter zu verbreiten.
Update: Ich hab gerade erfahren, dass bei mir Zuhause in Päckchen mit einem Poken angekommen ist. Vielen Dank an Sympra, werde den gleich mal testen :)
Ein Elefant im Porzellanladen
Als ich gestern auf dem Weg zur Post war bot sich mir doch ein etwas anderer Anblick vor einem Porzellan-Geschäft in der Hamburger Innenstadt. Ein Elefant aß gemütlich seine Karotten und wurde von einer kleineren Menschenmenge bestaunt.
Eine Marketingaktion, die zumindest bei mir auf Unverständnis gestoßen hat. Warum sollte man den Spruch „Ein Elefant im Porzellanladen“ in der Realität umsetzen. Es ist zwar eine schöne Aktion um für kurze Zeit die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen hat aber längerfristig keinen großen Wert, da dabei keine Eigenschaften des Geschäftes rüber kommen.
Meiner Meinung nach sollte man Tiere nicht für solche Live-Aktionen einsetzen, wenn sie nicht extra dafür trainiert sind. Zumal der Elefant, laut Nummernschild des Transporters, eine weitere Reise hinter sich hatte. Es gibt sicher bessere Ideen und Aktionen, die einen große Aufmerksamkeit erregen, billiger sind und langfristiger positiv nachwirken.





