ART FOR EYE

Verlieren wir das förmliche „Sie“?

Veröffentlicht in Gedanken, Kommunikation von Benjamin am 31. Oktober 2008

Diese Frage habe ich mir gestern gestellt, als ich bei youtube einen Videoclip angesehen habe. Die Plattform wählt für mich eine Sprache aus und teilt mir dies mit einer netten Nachricht auch mit.

„Du kannst die Sprache über die Links oben neben dem YouTube-Logo ändern. “

Ich werde hier mit dem „Du“ angesprochen. Liegt es daran, dass die Youtube-Nutzer generell jünger sind oder weiß die Plattform ebenfalls mein Alter und stuft mich noch als Jugendlich ein? An dieser Stelle ist mir dann aufgefallen, dass es eigentlich überall vorkommt, dass man geduzt wird.

International ist es ja schon lang Standard. Im Englischen gibt es kein „Sie“ und man duzt eh jeden. Das widerfährt mir hier in Ghana auch immer öfters. Durch meinen Job habe ich die Möglichkeit sehr hohe Persönlichkeiten zu treffen und es wird sich generell nur mit dem Vornamen vorgestellt bzw. auch angesprochen. Sei es jetzt der Minister für Finanzen, ein CEO oder einfach nur ein Praktikant.
Gestern konnte ich einer Pressekonferenz beiwohnen auf der Unternehmensvertreter aus der ganzen Welt anwesend waren. Auch wenn sie sich nicht kannten wurde immer nur der Vorname erwähnt.
Wenn ich ebenfalls zurück an Deutschland denke, kann ich mich an Gespräche erinnern auf denen ich Personen nur mit dem Vornamen angesprochen habe. Liegt das nun an der Medienbranche oder ist der Trend generell zu erkennen.

Ich finde es persönlich ganz gut, da es die Distanz zum Gegenüber abbaut und alles auf eine lockerere und vertrautere Ebene hebt. Man kann deswegen immer noch höflich und respektvoll mit den Personen umgehen.

Meine Frage an dieser Stelle: Verlieren wir das „Sie“?

Was denkt ihr darüber? Geht es euch auch so oder bin ich der Einzige der das festgestellt hat?

Blogupdate Nr. 2

Veröffentlicht in Arbeit von Benjamin am 29. Oktober 2008

Wie ich hier bereits geschrieben hatte bin ich dabei meinen Blog ins Englische zu übersetzen und dadurch zweisprachig zu gestalten. Allerdings haben sich ein paar Probleme herausgestellt, die ich gerade noch nicht in der Lage bin zu lösen. Daher wurden die Englischen Seiten erst ein mal wieder offline genommen.

Für die Überstzung habe ich das Wordpress-Plugin “Language Switcher“. Eine detaillierte Anleitung zur Installation kann man auf Angis Blog finden. Hat jemand Erfahrung mit diesem Plugin, würde ich mich über eine Hilfeanbietung freuen, denn ich komme an einer Stelle leider nicht weiter.

Dear english reader. I have to take the english version for a few days offline. I have some problems with the wp-plugin. I will inform you after I could solve the problems.

neues Projekt online

Veröffentlicht in Business von Benjamin am 27. Oktober 2008

Stadthexen

Am Wochenende wurde in weiteres Projekt fertig- und onlinegestellt. Der Fasnetsverein Tuttlinger Stadthexen sind mit einer neuen Homepage im Netz vertreten. Die Ganze Seite basiert auf dem freien System joomla. Dadurch wurde es ermöglicht eine eigene Community für den Verein zu entwerfen, der es ihnen ermöglicht alle Vereinsinternen Dinge dokumentiert und einfach im Netz zu regeln.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an Henning, der bei der Umsetzung eine wesentliche Rolle gespielt hat

Schaut euch die Seite einfach mal an, bin über Feedback immer erfreut.

Blogupdate

Veröffentlicht in Arbeit von Benjamin am 22. Oktober 2008

Ich bin gerade dabei meinem Blog ins Englische zu übersetzen und noch ein paar Erweiterungen einzubauen. Daher kann es in den nächsten Tagen zu kleinen Aussetzern oder Problemen in der Darstellung kommen. Ich habe nämlich noch nicht ganz verstanden, wie die entsprechenden Plugins funktionieren sollen. Das wird sich aber in den nächsten Tagen auch lösen lassen. Danach gibt es das Ganze dann auch für meine internationalen Leser verständlich und in Englisch.

Sterne

Veröffentlicht in Ghana von Benjamin am 20. Oktober 2008

Starts over Accra Ich bin ja grade in einem Land, das man mit Deutschland überhaupt nicht vergleichen kann. Gestern Abend hatten wir wieder eine Besonderheit, die man wahrscheinlich in keiner Deutschen Großstadt sehen wird. Um 2 Uhr Nachmittags ging es los und dauerte bis spät in die Nacht. Erst viel das Wasser aus, da der Vorratsspeicher auf dem Dach endgültig leer war und anschließend kam noch der Strom dazu.  Wie uns versichert wurde, würde es nicht lange dauern, bis zumindest die Elektrizität wieder da sei. Es ist außerdem nichts ungewöhnliches, dass es in diversen Stadtteilen einen Black Out gibt. Die Leitungen sind einfach zu alt, die Infrastruktur für eine ordentliche Energieversorgung nicht vorhanden und es kümmert die Leute eigentlich auch kam daran etwas zu ändern. Nur dass gestern der Strom in der ganzen Stadt weg war ist eher etwas sehr Einzigartiges. So einzigartig, dass es ein interessantes Phänomen mit sich bringt. Es ist plötzlich still. Man kann sich das  gar nicht richtig vorstellen, wenn man das noch nie erlebt hat. Die Ganze Stadt schien den Atem anzuhalten und einfach mal nichts zu sagen. Die Autos blieben stehen, die Musik aus den vielen kleinen Straßenläden verstummte und die Leute blieben Zuhause. Wenn sie sich dann doch auf der Straße trafen wurde nur sehr leise geredet, als würde etwas kaputt gehen, wenn man die Stimme erhebt. Auf einmal konnte man die Vögel und viele andere Tiere hören, die in der Stadt leben. Alles machte einen plötzlichen aber sehr friedlichen Eindruck. Das Schönste an der ganzen Sache aber war, man konnte die Sterne sehen. Nichts Ungewöhnliches denkt ihr? Na ja so ganz stimmt das auch nicht. Ich bin schließlich in der größten Stadt Ghanas mit offiziell 2 – 3 Millionen Einwohnern. In Wirklichkeit sind es allerdings einige mehr. Jeder Mensch braucht Licht zum leben, das ist auch hier so. Nun stellt man sich mal die Strahlkraft dieses Lichtermeers vor und schon sieht man keine Sterne mehr am Himmel. Vielleicht noch ein oder zwei aber dann auch nur ganz schwach. Gestern konnte man dagegen alle sehen. Ein sehr beeindruckender Moment. Und es hat sogar funktioniert das ein oder andere Bild davon zu machen.