ART FOR EYE

Tanzen … eine Sucht?

Veröffentlicht in Sport von Benjamin am 19. Februar 2008

Tanzen…. eine ästhetische Sportart, die mich nun schon fast 10 Jahre begleitet.
Angefangen hat alles mit einem Mädchen, dem ich in einen Tanzkurs gefolgt bin. Wie das nun mal so ist, hat es dann auch gefunkt. Jahre später war ich der Einzige, der noch dabei geblieben ist und inzwischen aktiv in der Regionalliga der Lateinformationen getanzt hat (immerhin die dritt höchste Liga in Deutschland).

Nach dem ich Tuttlingen für den Zivildienst verlassen hatte war erst mal Schluss mit Tanzen und ich dachte auf einer Insel kommst du sicher auch nicht mehr so schnell dazu. Doch war dieser Gedanke weit gefehlt, denn der Sport und alles was dazu gehört fehlte mir doch ein bisschen.
So kam ich auf die Idee bei Roberto Albanese, dem Trainer der derzeit erfolgreichsten Lateinformation der Welt, anzurufen und bat ihn, mir zu erlauben sein Team als Fotograf zu begleiten.
Die schnelle Antwort war „Ja, super, komm vorbei wir trainieren da und dort.“ Ich war erst mal geplättet aber dann auch ganz froh, endlich wieder mit Tänzern unterwegs sein zu können. So kam es dass ich den Grün-Gold-Club Bremen zwei Saisons lang auf die diversen Bundesliga, Europa- und Weltmeisterschaftsturniere begleitete und das Leben hinter den Kulissen aus einer ganz anderen Perspektive kennen lernte.

Das ist nun über 1 ½ Jahre her und ich habe seit da keine Tänzer mehr fotografiert, bis zum letzten Wochenende.
Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich nicht nach Tuttlingen kommen könnte und mein altes Team auf ihrem Heimturnier fotografieren könnte.
Natürlich kann ich das machen und ich bereue es nicht.

Das Turnier war super. Von Anfang an herrschte eine tolle Stimmung in der Halle und ich traf jede Menge alte Bekannte, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. An diesen beiden Tagen entstanden Unmengen von Bildern und ich bin immer noch dabei sie zu sortieren und bearbeiten.
Während diesen Sichtungen ist mir ein Bild ganz besonders ins Auge gefallen.

Ich bin mir nicht ganz sicher was es ist, aber dieses Bild hat etwas ganz Besonderes.
Macht euch am Besten selbst ein Bild davon.
Für mich ist es das Beste Bild dieses Turniers.

Ich habe inzwischen wieder Blut geleckt und bin gespannt, wann es mich zum nächsten Turnier verschlägt. Tanzen ist eben doch nicht nur der „einfache und langweilige Sport“ wie ihn manche bezeichnen, es hängt doch immer noch ein bisschen mehr dran.

mehr Bilder vom Turnier gibt es auf den Seiten der Tuttlinger Lateinformation >>

“into the wild” Fernweh kommt auf …

Veröffentlicht in aufgefallen von Benjamin am 13. Februar 2008

„Es gibt Filme, bei denen reicht ein Blick auf den Trailer oder ein kurzer Bericht um zu wissen, dass man sie sehen muss, vielleicht lieben wird. Bei anderen weckt ein Blick auf Darsteller, Autor oder Regisseur dieses Bedürfnis. Bei Into the wild war es eigentlich beides.

Sean Penn hat einen wunderbaren, bildgewaltigen Film realisiert, einen Film, den man später mit viel Freude und Respekt als DVD in das dafür vorgesehene Regal stellen wird und etwas glücklicher ist, einfach weil er da ist.

Der Plot des Films ist vermeintlich leicht erzählt: Ein junger Mann mit besten Chancen auf eine gradlinige Karriere kehrt der Welt den Rücken, Verzichtet auf Geld und Komfort und reist durch quer durch die USA bis nach Alaska, um dort in der Wildnis zu leben: Into the wild.

Penn und dem großartigen Emile Hirsch der Christopher McCandless spielt gelingt es, diese Geschichte so schön, so authentisch und nah zu erzählen, dass es eine Freude ist. Viele Kritiken hätten sich mehr Distanz zwischen Regisseur und dem Protagonisten dieser auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte gewünscht. Ich finde, genau das macht den Reiz aus. Nur so kann man die Motive verstehen, die Konsequenz und McCandless schließlich Legitimation und Absolution erteilen. Und wenn das dazu führt, dass der Zuschauer sich selbst für einen Moment fragt, ob er Teil einer Gesellschaft seien darf / es will / oder es muss, dann hat der Film viel erreicht.
Eine ganz starke Komponente spielt in Into the Wild im Übrigen die Musik des eigenes für den Film eingespielten Soundtracks von Eddie Vedder. So viel Raum hat die Musik während des Films, dass man später, wenn man nur den akustischen, beinahe folkigen Klängen von Vedders Gitarre und Stimme lauscht, alle Bilder des Filmes wieder abrufen kann. Selten erlebt man, das Album und Film so Hand in Hand gehen und zusammen so viel mehr als die Summe ihrer Teile sind..

I read somewhere how important it is in life not necessarily to be strong - but to feel strong

Eigentlich bin ich ja fürs selber schreiben aber heute überlasse ich das mal Oliver Wagner vom agenturblog.de ich habe seinem Bericht über diesen grandiosen Film nichts hinzuzufügen, außer, dass ich endlich wieder durch die Länder ziehen will. Ich mir hat er ein deutliches Fernweh hervorgerufen.
Danke Oliver für diesen Beitrag.

planet earth

Veröffentlicht in aufgefallen von Benjamin am 11. Februar 2008

Ich komme gerade aus dem Kino. Es war ein großartiger Film, den ich mir ganz anders vorgestellt hätte.
„Unsere Erde“ - in Deutschland inzwischen sehr bekannt, in den englischsprachigen Ländern aber noch viel mehr. BBC hat aus ihrer Serie „Planet Erde“ einen 90 minütigen Kinofilm zusammen geschnitten, der die Reise vom Nord- zum Südpol erzählt.
Alles beginnt mit der Geburt zweier Eisbären. Nicht ganz umsonst wird dieses Tier zu Anfang des Films gewählt, das der Eisbär zum offiziellen „Maskotchen“ der Klimaerwärmung geworden ist.
Und genau dieses Thema soll der Film auch behandeln und auf die Problematik aufmerksam machen.

Es werden beeindruckende Aufnahmen von den verschiedensten Tieren und Landschaften unserer Erde gezeigt. Ein roter faden zieht sich durch den kompletten Film – das Zusammenspiel der Sonne und des Wassers.
Die Geschichte von vier Jungtieren (zwei Eisbären, ein Elefanten- und ein Buckelwalbaby) drehen sich um das Thema Wasser. Ergreifend und doch realitätsgetreu und nicht in die Hollywood-Klischee-Ecke gedrängt wird der Lebenslauf dieser Tiere dargestellt.

Was mir nach diesem Film klar geworden ist, es geht einfach gar nichts ohne Wasser. Wir können nicht überleben ohne diesen Naturstoff, egal ob wir nun Hund, Elefant oder Mensch sind.

Der Sprecher erklärt ein oder zwei Dinge im Film recht genau aber im Großen und Ganzen wirkt er auf mich doch etwas oberflächlich. Hier muss ich dazu sagen, dass ich den ersten Kinofilm der Produzenten „Deep Blue“ mehrere Male gesehen habe. Dieser Film kommt ganz ohne Worte aus. Hier wird de Botschaft komplett durch die Bilder und die Musik vermittelt. Für mein Empfinden ein absolutes Meisterwerk, denn man kann sich bei diesem Film mehr in die Welt der Ozeane hinein versetzen und kann die Geschichte, die vermittelt wird viel intensiver aufnehmen und verstehen.
Bei „Unsere Erde“ fehlt mir das ein bisschen. Mir kommt es so vor, als würde man den menschen im Kino einfach nur zeigen wollen „schaut mal, so sieht die Welt dort draußen aus, wenn ihr nichts gegen die Klimaerwärmung tut, wird es bald nicht mehr so sein, wenn ihr nichts tut ist es auch egal“. Für mich fehlt das Gefühl, mitten drin zu sein.

Aber überzeugt euch am Besten selbst. Es ist trotz allem ein sehr empfehlenswerter Film. Schaut ihn euch an und macht euch selbst ein Bild davon.

Das Problem mit dem Selbstportrait

Veröffentlicht in Kommunikation von Benjamin am 04. Februar 2008

Ich bin seit 3 Stunden dabei mein Fotoarchiv nach einem Bild von mir zu durchforsten. Ich habe bis jetzt nichts gefunden aber jede Menge andere Bilder entdeckt, die man man wieder für etwas verwenden könnte bzw. dachte, dass es sie gar nicht mehr gibt.

Aber zurück zum Bild von mir.
Ich glaube, das ist ein generelles Problem von Fotografen. Sie stecken die ganze Zeit hinter der Linse und werden nur sehr selten selbst abgelichtet. Wenn das passiert auch noch von einem anderen Fotografen und schon gar nicht mit der eigenen Kamera.
Liegt es an der generellen Scheu oder der Schüchternheit der Fotografen, dass sie sich selten selbst ablichten lassen oder eher daran, dass man Fotografen (wenn sie gut sind) kaum war nimmt.

Ich habe keine Ahnung und kann nur sagen, es ärgert mich gerade ziemlich, dass ich kein passendes Bild finde.