Ohne Internet geht heute fast nichts mehr bzw. möchte kaum noch jemand ohne Internet leben und auskommen. Facebook, Google und Co sind zu unserem täglichen Begleiter geworden - es soll Menschen geben, die zwanghaft ihren Status alle halbe Stunde aktualisieren, weil sie sonst das Gefühl haben nicht mehr zu leben oder wahrgenommen zu werden. Was macht so eine Person, wenn sie in den Urlaub fährt? Geschäftsleuten geht es nicht anders, nur dass sie dazu “gezwungen” sind online gehen zu können, egal wo sie sich gerade befinden.
Ich war eine Woche im Skiurlaub und sollte das ein oder andere Mal meine Mails checken um zu sehen ob auf der Arbeit auch nichts dramatisches passiert ist auf das man sofort reagieren sollte. Genauso wollte ich diesen Blog jeden Tag mit einem neuen Eintrag aus den Alpen aktuell halten. Im Hotel wurde also nach einem Internetanschluss gefragt und die Odyssee ging los
Eine Stunde Internet kostet über 5€. - Eine Ansage die es in sich hat. So viel habe ich noch nie für Internet gezahlt, nicht mal in Ländern, die dafür bekannt sind Europäer über den Tisch zu ziehen. Nach vielen Verhandlungen und Diskussionen wurde schließlich das Angebot 12 Stunden für 20€ genommen. (Hätte ich jede Stunde einzeln zahlen müssen, wäre doch so einiges zusammen gekommen.)Zurück im Zimmer die nächste Enttäuschung - das W-Lan funktioniert nicht da der Empfang im vierten Stock zu gering ist. Also wieder an die Rezeption und nachgefragt. Die Antwort kam prompt und war mir noch unheimlicher. ich müsste ein Netzwerkkabel nutzen um online gehen zu können. Eines leihen konnten sie mir aber auch nicht. Was blieb mir also anderes übrig als jeden Abend 4 Stockwerke tiefer zu gehen und in die Lobby zu sitzen um meine Online-Session zu starten.
An dieser Stelle frage ich euch, liebe Hoteliers, warum gibt es kein kostenloses oder wenigstens flächendeckendes W-Lan in den Hotels? Und warum ist das Internet dann auch noch so teuer?
Ich gehe mal davon aus, dass jedes Hotel inzwischen über einen Internetanschluss verfügt. Mails müssen schließlich auch in so einem Unternehmen beantwortet werden. Ein paar weitere Router installiert und schon steht das Stockwerkübergreifende Netzwerk. Keiner muss mehr mit Rechnern durch die Gänge irren und andere Gäste mit seinen Tastaturgeräuschen in ihrer Erholung stören. Es ist ja in Ordnung, dass das Netzwerk nur mit Passwort zugänglich gemacht wird und von mir aus kann auch eine kleine Nutzungsgebühr erhoben werden - allerdings sollte die einen realistischen Preis haben. Per UMTS-Stick und einer Prepaidkarte ist man inzwischen extrem günstig online und kann in der Theorie auch auf das Hoteleigene Internet verzichten. Das einzige Problem, der Empfang in manchen Gegenden ist eher schlecht.
Die Kosten für eine Installation und Bereitstellung von Internet im Hotel sind sicher nicht so hoch, als dass sie ein Unternehmen ruinieren würden. Ich vermute sogar, dass die Kosten für ein System, bei dem jede Stunde extra bezahlt werden muss immens höher sind als eine Faltrate und 4 Router. Ein netter Service wäre es obendrein.
Ich bin gespannt wie sich so eine Situation entwickeln wird, denn das Internet wird immer häufiger genutzt und ist schon lange nicht mehr als unverzichtbares Nutzungsgut anzusehen. Auch Hoteliers müssen sich dessen bewusst werden und darauf reagieren.
Irgendwie war heute der Wurm drin. Aber machen wir erst einmal bei gestern Abend weiter. Wie bereits erwähnt waren wir bei der Show von den „Freaks of Snow“ einem Verein, der durch Österreich tourt und freeride shows aufführt.
Die Show selbst war ganz gut, leider etwas zu kurz und mit 5€ auch etwas zu teuer. Ein paar spektakuläre Sprünge waren dann aber doch dabei und man wird ein bisschen neidisch, dass man so etwas nicht selbst kann. Um das zu lernen bin ich sicher auch schon ein paar Jährchen zu alt. Im nächsten Leben dann.
Heute Morgen ging es aufs Kitzsteinhorn – den Gletscher erkunden. Das Wetter war mäßig und die Sicht bescheiden. Auf dem Gipfel auf über 3.000 Metern waren einige Pisten wegen zu viel Schneeverwehungen gesperrt und uns blieb nur eine sehr einfache Variante. Da die Sicht nicht wirklich besser geworden ist war der Tag am Kitz auch schnell vorbei.
Allerdings muss ich noch betonen, dass das Kitzsteinhorn ein grandioses Freeride-Gebiet ist. Es gibt ausgewiesene Routen und ausführliche Informationen, die keine Fragen offen lassen. Sollte man doch noch etwas wissen wollen wird einem schnell und kompetent geholfen. Wir hatten dort oben einen Guide getroffen, der uns die fahrbaren Routen gut beschrieben hatte und auch alle weiteren Tipps für die Abfahrt bekommen. Ein grandioser Service, den ich so noch in keinem Skigebiet gefunden habe.
Die Damen haben heute Mittag mal wieder die Saunalandschaft bis in die hinterste Ecke erkundet. So geht der Tag auch sehr gemütlich zu Ende. Gleich geht es zum Essen und dann war’s das auch schon wieder. Für mich geht es morgen Mittag weiter zum Tourismuscamp, daher gibt es den letzten Bericht ausführlich und mit jeder Menge Infos nächste Woche, wenn ich in Hamburg bin.
Blauer Himmel, Sonnenschein und keine Menschenseele auf der Piste. So begann unser Tag und so ähnlich sollte er dann auch enden. Dazwischen lagen für die ein oder andere viele neue Herausforderungen. Inga hat Blut geleckt und ist schon morgens mit in den Tiefschneehang. Dieses Mal wurden keine Bäume liebkost und auch kaum Schnee im inneren des Skianzuges gefunden. Reni, angespornt von Ingas Erfolg, zog nach und hatte ihre Premiere in der tiefen weißen Pracht.
Um Abseits und im frischen Powder fahren zu können bietet Zell am See einige gute Möglichkeiten. Hätten wir Tourenski dabei wäre die Auswahl an frischen und unberührten Hängen noch viel Größer. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Wir sind noch ein paar Tage hier.
Die große Frage, was es zum Essen geben sollte trieb uns mal wieder in die Breiteckalm. Die kleine urige Alm liegt so zentral, dass man sie nicht verfehlen kann. Einheimische Speisen und viel Sonne ließen die Mittagspause dann auch länger werden als gewollt.
Mit einem leichten Sonnenbrand ging es für mich nach Salzburg zum Flughafen. Anja musste schon wieder fahren und unsere kleine Reisegruppe wird ab jetzt von Tag zu Tag kleiner.
Morgen geht es aufs Kitzsteinhorn und wir werden die ein oder andere Gletschervariante ausprobieren. Bevor es aber soweit ist lassen wir uns von den „Freaks on Snow“ inspirieren. Diese Show soll einiges zu bieten haben. Mehr dann morgen an dieser Stelle.
Als Hendrik heute morgen den Vorhang aufgemachte konnte ich nicht nur den Gipfel sehen, sondern sogar Sonne auf dem Gipfel.
Nach einem kurzen Frühstück waren wir auch schon auf dem Berg und dieses Mal sogar noch näher dran die ersten Spuren in den Schnee zu ziehen. Nach einem erfolgreichen und anstrengenden Vormittag voller Erfolgserlebnisse ging es nach einem 2. Frühstück umso spannender weiter.
It was definitely time to introduce Powderschnee!
Ich und das Snowboard sind zusammen noch nicht wirklich alt geworden. Aber immerhin läuft es jetzt schon besser als vor ein paar Tagen. Die letzen Abfahrten des Tages sollten ganz im Zeichen des Lernens stehen. Oben angekommen wurde eich allerdings direkt von Anja, Hendrik und Ben im Empfang genommen – sie wollten mir was Besonderes zeigen. „Ab geht’s ins Gelände, Inga!“ Paranoid wie ich bin, kam direkt zurück: „Theoretisch ja gern, aber grad ist ganz schlecht…Ich bin so kaputt nach diesem erfolgreichen morgen und überhaupt…!“
Was dann geschah … keine Ahnung … auf einmal wurde ich durch 2 Bäume durchgelotst und stand im Tiefschnee. Tja und dann begann der Spaß…!
Drei geduldige Lehrer, ganz viel weicher Schnee, eine Kollision mit einer Tanne und sehr viel Glücksgefühl später war der ganze Spaß vorbei – leider.
Zum Glück ist morgen auch noch ein Tag und ich bin wieder dabei, denn der Bommel sagt „Morgen wird der Hammer!“
5 Uhr morgens und der Schneepflug fährt schon das vierte Mal vorm Fenster vorbei. Das kann nichts schlechtes bedeuten und vielleicht hatte der Bommel auch recht und es gab ordentlich Schnee.
Noch schnell ein paar fette Ski beim Treffpunkt Eurosport geliehen und los ging’s. Die ersten Fahrten waren der Traum- Unberührte Hänge, leichter Schneefall und ein paar Bäume – ansonsten waren wir alleine Unterwegs. Bis zum Mittag sollte das auch so bleiben.
Auf der Breiteckalm gab es dann die nächste Köstlichkeit. Rösti und Suppe wärmte die inzwischen auf 6 Personen angewachsene Gruppe auf und gab die nötige Energie um den Tag zu überstehen und vor allem zu genießen.
Reni und Inga, die den Vormittag alleine unterwegs waren und den vielen Neuschnee nutzen um ihre Fahrkünste zu verbessern waren jetzt auch wieder dabei. Gut gelaunt und durch sehr freundliches Liftpersonal motiviert lief es bei den Beiden besser als je zuvor. Die schwarze Abfahrt direkt zur Unterkunft stellt jetzt auch kein Problem mehr dar.
Da es morgen schöner werden soll wird der Funpark und der ein oder andere Tiefschneehang genutzt um eine ausführlichere Fotosession zu starten. Schauen wir mal was dabei raus kommt.
Die Damen haben sich in die Saunalandschaft des Schmittenhofes verkrümelt (darüber wird es noch einen ausführlichen Bericht geben, es soll anscheinend ganz lustig sein). Nach dem Essen geht es dann weiter ins Zeller Nachtleben. Einheimische kennt man inzwischen genug – wir sind gespannt was sie uns so zeigen können.
Wir wünschen eine gute Nacht und melden uns morgen Abend wieder. Ach ja, die Bilder von heute und gestern Abend gibt es hier >>
Und noch das P.S vom Bommel: Wer später bremst ist länger schnell.